Was hat ein Besuch in der Bücherei mit einem „dicken Hals“ zu tun?

Hin und wieder halte ich mich in der Ratinger Stadtbücherei auf.
Ich schätze die Ruhe dort und ich schwatze gern während eines kleinen Frühstücks mit dem Cafe-Betreiber über die Arabica-Kaffees, das Aroma und den Mahlgrad usw.

Ja, klar, ich nehme mir aus dem Eingangsbereich immer 2 – 3 Bücher mit und studiere beim Kaffee die Klappen-Texte. Manchmal, so wie neulich, lese ich auch ein paar Kapitel und leihe mir die Bücher dann evtl. aus.

Wie kam es nun zu meinem „dicken Hals“?

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Wimpern, Flirt und 1000 Düfte

Wimpern, Flirt und 1000 Düfte
Ein Outing

Hallo Cyber-Freunde!

Es war in meiner Herzflimmer-Zeit, mitten in den 1960er Jahren. Ich war noch keine 20 Jahre alt, aber es war doch schon die Zeit des ersten selbst verdienten Geldes, die Zeit der ersten Schritte ins Berufsleben, erwachsen (ein wenig*gg*) wurde man damals noch ganz nebenbei.

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11. September 2001

TAGESSCHAU 2001

Der Mensch, sobald er Kohle hat,
lebt unwirsch, hektisch, ziemlich platt.

Er lässt sich schnell und rasch verwildern
und lebt in Traum- und Fernsehbildern.

Das, was er lebt, hält er für Glück.
Er pfeift auf Kult und Politik.

Der Traum wird ihm wohl nun vermasselt,
weil einer mit dem Säbel rasselt.

Es sieht der Dümmste heute ein:
Wenn´s rummelt, ist die Welt sehr klein.

…..

In New York stand ein Handelshaus,
mit dem ist es vorläufig aus.

Von dort ging manches in die Welt
An Order-Kraft, hauptsächlich Geld.

Die Amis steuerten auf ganz private
Weise ihre Währungs-Derivate.

Die dritte Welt geriet ins Betteln
Durch diese Flut von Orderzetteln.

Ins Wanken kam manch große Nation
Durch Dollar- und Heizöl-Manipulation.

Es wankt der größte Handelsturm,
trifft ihn ein kleiner Virenwurm …

Doch nun geschah weit größ´res Grauen.
Man muss wohl  neue Türme bauen.

Im Fernsehen haben wir´s gehört:
Zwei Türme durch Flugzeug-Einschlag zerstört.

Wer weiss wohl, wer dahinter stand?
Ein Brauner  war´s, aus fernem Land.

Dem war der Zivilist egal
Bei „Allah´s“ Feuersturm-Fanal.

Bin Laden nutzte diesen Ort
für seinen tausendfachen Mord
und schlug das Zentrum ganz kaputt.
Dort sieht man Krater jetzt und Schutt

Und weltweit sieht ein jedes Kind
Nun Bilder, die unfassbar sind.

Wo einst ein Wirtschaftszentrum stand
Ist heute Schutt- und Kraterland.

Auf diese Weise wird sehr leicht
Nur Hass und großes Leid erreicht.

Es geht jetzt nicht mehr um die Sache.
Man spricht von Feldzug und von Rache.

Die Zeche zahlt der kleine Mann
Der eigentlich dafür nichts kann.

Morgenluft in Bahnhofsnähe

MORGENLUFT …

Frühmorgens, wenn die Hähne krähen
kann man am Bahnhof Typen sehen,

die leben wie in einem Dschungel
aus Fusel, Dunst und Markt-Gekungel.

Da sieht man Dealer, die sich eilen
rundum ihr Giftzeug zu verteilen

an ihre Zombies, die bei Nacht
durch Einbruchdiebstahl Geld gemacht.

Die lassen sich aus freien Stücken
das Gift in ihre Venen drücken.

Klinikplätze gibt es nicht;
das Geld fällt zu sehr ins Gewicht.

Politiker, die dummen Buben,
bauen stattdessen Fixerstuben

und sichern so den Absatzmarkt.
Die Gesellschaft steht vor dem Infarkt.

Die Junkies werden so nicht flott.
Ja, man hilft noch beim Bankrott.

Verhaltensforschung

Verhaltensforschung (September 2001)

Der Mensch erforscht die Tiere still
Weil er von ihnen lernen will.

Mit Menschen ist es wie mit Tieren;
die gehen zwar auf allen vieren,

doch wird bei denen Streit vermieden.
In den Familien-Clans herrscht Frieden.

Dort hilft die Herden-Hierarchie.
Beim Mensch herrscht Stumpfsinn-Anarchie.

Es lebt das Tier mit Lebenslust.
Wir aber halten fest am Frust.

Die Lebensweise ist pervers.
Es geht um Profit und Kommerz.

Dem Kind erscheint der Sinn des Seins
Durch Tennis, Fußball, Formel-Eins

Und Fernseh-Serien nur verschwommen.
Der Bildungs-Status macht beklommen,

wenn nach dem Abitur ein Mann
noch nicht mal richtig lesen kann.

Ich weiß genau wovon ich spreche:
Es herrscht die große Leseschwäche.

Das fällt schon gewaltig ins Gewicht:
Vier Millionen lesen und schreiben nicht.

So meldet es das Zeitungsblatt,
das diese Zahl ermittelt hat.

Der Lebensstil wird stumpfer, wilder,
und das geschieht durch Fernsehbilder.

Der Blödsinn boomt, es rast der Mob
und mancher fässt sich an den Kopp …

wofür die Menschen Geld berappen:
Sie tragen Jeans und Baseball-Kappen

und leben an sich selbst vorbei
durch dieses Werbe-Einerlei.

Schwächen und Lücken

Mai 1986

Schwächen und Lücken

Wenn ich es mir überlege …
Ich bin mir häufig selbst im Wege,

strebe nicht genau zum Ziel,
bin zu langsam, nicht agil

und habe, das ist auch nicht gut
für´s Business zu wenig Mut!

Man müsste, sag ich manchmal mir,
mal sein so wie ein wildes Tier,

das nur mit Taktik und Instinkt
die Beute glatt zur Strecke bringt.

Dann sag ich mir – und bin verdrossen –
auf wilde Tiere wird geschossen …