Moin moin!* ÜBER DEN 1. MAI 1953 UND DIE ZEIT DANACH

Derendorfer Zeitgeist – 1. Mai 1953

An diesen 1. Mai denke ich gerade, weil ich ein wenig mehr über meine Derendorfer Zeit und die gemischten Empfindungen schreiben möchte.

Nein, ich mochte Derendorf keineswegs vom ersten Tag an; wie sollte ich auch…

Ich kam als Kind aus einem vertrauten Dorf in der Mark Brandenburg in die Stadt. Von dieser Stadt Düsseldorf hatte ich gehört, weil der Bruder meines Vaters, mein Onkel Georg, dort schon jahrelang seit seinem Gartenbau-Studium wohnte. Er leitete das Düsseldorfer Gartenamt.

Ja, dieser spezielle 1. Mai 1953, das war nun der Tag, an dem wir, meine Mutter und ich, nach einer aufregenden Flucht nach verschiedenen Lager- und Durchgangslager-Aufenthalten, einem kritischen Krankenhaus-Aufenthalt in Düsseldorf-Derendorf mit leichtem Gepäck aus dem Rheinbahn-Bus stiegen. Mein Vater hatte schon ein knappes Jahr vorher aus politischen Gründen fliehen müssen, weil er sich der Eingliederung in die Kolchose (später LPG) widersetzte.

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Weihnachten und die Tage bis zum Dreikönigstag

Es gibt so wunderweiße Nächte,
drin alle Dinge Silber sind …

(R. Maria Rilke)

Ach ja… in diesen Zeiten zwischen dem Weihnachtsfest und dem 6. Januar des neuen Jahres haben uns alle beim Vorlesen ihrer Ghostwriter-Reden soviel zu sagen, um von den eigenen Fehlentscheidungen und Versäumnissen abzulenken: die Bundespräsidenten, die Bundeskanzler/in, diverse Minister, Staatssekretäre, Abgeordnete usw. usw.

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