Sage mir, mit wem Du gehst…

In einem böse-satirisch ausgelegten Aufsatz las ich mal sinngemäß: Der Mensch braucht Freunde, weil jeder jemanden braucht auf den er herabsehen kann.

Mir geht das Thema aus mancherlei Gründen durch den Kopf, und ich sage mir:

Am besten ist es, wenn man mit jemandem umgeht, von dem man etwas lernen kann.

Freundschaftlicher Umgang kann wie eine tolle Schule sein, bei der man sich mit den Mitteln der Unterhaltung gegenseitig weiter bringt.

Beim Umgang mit reifen, einsichtigen/umsichtigen Leuten ergibt es sich wie von selbst, dass man für das was man sagt, Beifall und von dem was man hört, Nutzen erntet.

Selbstverständlich, das eigene Interesse führt uns zum anderen hin. Aber dieses Interesse ist nicht selbstsüchtig im bösen Sinne.

Wenn gegenseitiger Respekt die Basis einer Beziehung ist, haben beide Freude und Nutzen am Zusammensein.

Mit Menschen, die nur nach außen leben, ist diesbezüglich nicht viel anzufangen.

Was hat ein Besuch in der Bücherei mit einem „dicken Hals“ zu tun?

Hin und wieder halte ich mich in der Ratinger Stadtbücherei auf.
Ich schätze die Ruhe dort und ich schwatze gern während eines kleinen Frühstücks mit dem Cafe-Betreiber über die Arabica-Kaffees, das Aroma und den Mahlgrad usw.

Ja, klar, ich nehme mir aus dem Eingangsbereich immer 2 – 3 Bücher mit und studiere beim Kaffee die Klappen-Texte. Manchmal, so wie neulich, lese ich auch ein paar Kapitel und leihe mir die Bücher dann evtl. aus.

Wie kam es nun zu meinem „dicken Hals“?

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11. September 2001

TAGESSCHAU 2001

Der Mensch, sobald er Kohle hat,
lebt unwirsch, hektisch, ziemlich platt.

Er lässt sich schnell und rasch verwildern
und lebt in Traum- und Fernsehbildern.

Das, was er lebt, hält er für Glück.
Er pfeift auf Kult und Politik.

Der Traum wird ihm wohl nun vermasselt,
weil einer mit dem Säbel rasselt.

Es sieht der Dümmste heute ein:
Wenn´s rummelt, ist die Welt sehr klein.

…..

In New York stand ein Handelshaus,
mit dem ist es vorläufig aus.

Von dort ging manches in die Welt
An Order-Kraft, hauptsächlich Geld.

Die Amis steuerten auf ganz private
Weise ihre Währungs-Derivate.

Die dritte Welt geriet ins Betteln
Durch diese Flut von Orderzetteln.

Ins Wanken kam manch große Nation
Durch Dollar- und Heizöl-Manipulation.

Es wankt der größte Handelsturm,
trifft ihn ein kleiner Virenwurm …

Doch nun geschah weit größ´res Grauen.
Man muss wohl  neue Türme bauen.

Im Fernsehen haben wir´s gehört:
Zwei Türme durch Flugzeug-Einschlag zerstört.

Wer weiss wohl, wer dahinter stand?
Ein Brauner  war´s, aus fernem Land.

Dem war der Zivilist egal
Bei „Allah´s“ Feuersturm-Fanal.

Bin Laden nutzte diesen Ort
für seinen tausendfachen Mord
und schlug das Zentrum ganz kaputt.
Dort sieht man Krater jetzt und Schutt

Und weltweit sieht ein jedes Kind
Nun Bilder, die unfassbar sind.

Wo einst ein Wirtschaftszentrum stand
Ist heute Schutt- und Kraterland.

Auf diese Weise wird sehr leicht
Nur Hass und großes Leid erreicht.

Es geht jetzt nicht mehr um die Sache.
Man spricht von Feldzug und von Rache.

Die Zeche zahlt der kleine Mann
Der eigentlich dafür nichts kann.

Morgenluft in Bahnhofsnähe

MORGENLUFT …

Frühmorgens, wenn die Hähne krähen
kann man am Bahnhof Typen sehen,

die leben wie in einem Dschungel
aus Fusel, Dunst und Markt-Gekungel.

Da sieht man Dealer, die sich eilen
rundum ihr Giftzeug zu verteilen

an ihre Zombies, die bei Nacht
durch Einbruchdiebstahl Geld gemacht.

Die lassen sich aus freien Stücken
das Gift in ihre Venen drücken.

Klinikplätze gibt es nicht;
das Geld fällt zu sehr ins Gewicht.

Politiker, die dummen Buben,
bauen stattdessen Fixerstuben

und sichern so den Absatzmarkt.
Die Gesellschaft steht vor dem Infarkt.

Die Junkies werden so nicht flott.
Ja, man hilft noch beim Bankrott.