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	<title>Bernd Schiele bloggt bei Tag und N8</title>
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	<description>Ein ungewöhnlicher Blog von Bernd alias Astromant</description>
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		<title>DER GLANZ DER FRAUEN</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 00:28:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Astromant]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Schiele]]></category>
		<category><![CDATA[Moin moin!*]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Über das Geheimnis des Glanzes &#8230; konnte ich beim Zuhören etwas erfahren durch indiskretes Zuhören in der Mittagszeit&#8230; </p>
<p>Die beiden Freunde, von denen ich schon etliche Male erzählte, saßen sich wieder speisend im Interconti gegenüber. </p>
<p>Wiederholt hatte ich Gelegenheit, durch die Akustik begünstigt, große Teile ihres interessanten, manchmal frivolen Gespräches zu hören. Sie waren Geschäftsleute, Herren in meinem Alter, die auch über Wertpapiere und Geschäftsambitionen sprachen. Ich meine, sie von der Schule her zu kennen, bin aber nie auf sie zugegangen. Das Zuhören schien mir interessanter. Besonders gern hörte ich Ihnen zu, wenn es, wie heute wieder, um die Damenwelt ging&#8230;</p>
<p><span id="more-374"></span></p>
<p>„Du wolltest mir doch etwas erzählen über den besonderen Glanz der Frauen!“ sagte der eine, „nun mal los! Wie hast Du das gemeint?“ </p>
<p>„Sie sind schon lange keine 20 mehr. doch sie setzen sich einfach mit einem inneren Leuchten über die Zeit hinweg.!“ setzte der andere das Gespräch fast im Vortragston fort. Vorher führte er amüsiert über die Ungeduld des Freundes die Serviette zum Mund um die Fortsetzung des Vortrags etwas hinauszuzögern. </p>
<p>Beide Gesichter strahlten Sinnenfreude aus. </p>
<p>„Ja, es gibt sie, die ganz besonderen Frauen. </p>
<p>Es gibt Frauen, die haben Ausstrahlung. Und es gibt Frauen, die haben eine Aura. Sie betreten einen Raum nicht, nein, sie nehmen ihn ein. Sie füllen ihn mit Spannung, mit Atemlosigkeit und mit Staunen über so viel Schönheit. </p>
<p>Eine solche Energie und Leuchtkraft geht von ihnen aus, dass man niemals auch nur auf den Gedanken käme, sie nach ihrem Alter zu fragen. Jahre spielen bei ihnen keine Rolle. Die Zeit trägt höchstens noch dazu bei, ihre Einzigartigkeit zu potenzieren. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Von wegen! </p>
<p>Da gab es eine Begegnung, erst kürzlich. Es ist noch gar nicht lange her, es war im März, da betrat Ella nach langer Zeit mein Lieblings-Cafe. </p>
<p>Du, ich sage Dir, fast wäre mir die Luft weggeblieben. </p>
<p>Sie trug ein ausladend drapiertes, altrosafarbenes Kleid und einen ziemlich strengen Zopf, den ich an ihr noch nicht gesehen hatte. </p>
<p>Von ihr ging ein Leuchten aus, das den ganzen Raum erhellte und die 20 &#8211; 30 Jahre jüngeren Damen im Cafe fast alt aussehen 1ieß. </p>
<p>Unter all den hübschen Girls von damals blieb Ella mir immer am meisten im Gedächtnis, weil sie schon früher eines hatte, was die anderen nicht oder noch nicht in dieser ausgeprägten Form hatten und andere Frauen kaum erreichen werden. </p>
<p>Persönlichkeit. </p>
<p>Ein schweres Wort, leicht ausgesprochen. Persönlichkeit. Man kann sie sich nicht antrainieren wie eine Pilates-Übung. Das ist auch in Wellness-Hotels und Golf-Clubs nicht einfach abzuholen. Man muss nach ihr suchen, nach dieser persönlichen Stärke, man muss sie zulassen, ihr Platz einräumen und ihr selbstbewusst zugestehen, dass sie eines Tages die Hauptrolle übernehmen wird, wenn die Figur nicht mehr ganz so ist wie in den jüngeren Jahren. </p>
<p>Persönlichkeit braucht Zeit, um zu wachsen, aber ist sie erst einmal reif genug, ist sie neben einem gepflegten Äußeren und gut ausgewählter Garderobe die schlagkräftigste Waffe einer Frau gegen das Alter; im Zusammenhang mit Frauen wende ich diesen Begriff gar nicht gerne an.“ </p>
<p>„Und Jola?“ fragte der andere. . </p>
<p>„Jola? Ja, Jola ist auch so ein Fall. Ich habe sie aus der Tanzschulenzeit in Erinnerung. Als blutjunge Lady war sie oft in den Tanzschulen und der Rheinterrasse zu sehen. Manchmal sehe ich sie im Robert-Schumann-Saal beim Konzert und wenn sie mich überhaupt anschauen würde, würde sie mich immer noch in ihren Bann ziehen mit ihrem unglaublich verführerischen Lächeln, das alles andere sofort vergessen lässt. Ist sie wirklich schon 50 Jahre alt? Ach was, sie müsste vom Kalender her sogar älter sein. </p>
<p>Statt mich anzulächeln, lächelt sie für andere. Sie erscheint immer in Begleitung eines Kavaliers und befreundeter Paare. Dann führt sie im Foyer ihren hellwachen Blick, ihr schnelles Mundwerk spazieren und sie bringt ein Lachen mit, das nie aufdringlich ist, mit dem sie aber jederzeit eine große Gesellschaft anstecken kann. </p>
<p>Wie alt sie ist? Wen interessiert das schon! </p>
<p>Ich weiß, dass sie längst nicht immer glücklich war über die Jahre hinweg. </p>
<p>Sorgenfalten hat sie aber trotz allen mir bekannt gewordenen Leides gar nicht erst in ihr Gesicht einziehen lassen. </p>
<p>Im Foyer des Schauspielhauses hörte ich sie einmal sagen: „Lachen und Lebensfreude steht doch einer Frau viel besser!“ </p>
<p>Sie benimmt sich ganz natürlich. Es mag sein. Dass sie das Gefühl braucht, verehrt, bewundert, geliebt und betrachtet zu werden. </p>
<p>Bitte schön, Jola, aber gerne!“ zwinkerte er zum Schluß. </p>
<p>Die beiden erhoben ihre Gläser. </p>
<p>Der Erzähler fuhr fort: </p>
<p>„Gerade fällt mir dieses alte Wort wieder ein, das mir vorhin entfallen war: Anmut heißt es; ja, diese Frauen haben sich die Anmut, ja, die Grazie&#8230; erhalten.!“ </p>
<p>Fast hätte ich mich zu ihnen gesellt. </p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über das Geheimnis des Glanzes &#8230; konnte ich beim Zuhören etwas erfahren durch indiskretes Zuhören in der Mittagszeit&#8230; </p>
<p>Die beiden Freunde, von denen ich schon etliche Male erzählte, saßen sich wieder speisend im Interconti gegenüber. </p>
<p>Wiederholt hatte ich Gelegenheit, durch die Akustik begünstigt, große Teile ihres interessanten, manchmal frivolen Gespräches zu hören. Sie waren Geschäftsleute, Herren in meinem Alter, die auch über Wertpapiere und Geschäftsambitionen sprachen. Ich meine, sie von der Schule her zu kennen, bin aber nie auf sie zugegangen. Das Zuhören schien mir interessanter. Besonders gern hörte ich Ihnen zu, wenn es, wie heute wieder, um die Damenwelt ging&#8230;</p>
<p><span id="more-374"></span></p>
<p>„Du wolltest mir doch etwas erzählen über den besonderen Glanz der Frauen!“ sagte der eine, „nun mal los! Wie hast Du das gemeint?“ </p>
<p>„Sie sind schon lange keine 20 mehr. doch sie setzen sich einfach mit einem inneren Leuchten über die Zeit hinweg.!“ setzte der andere das Gespräch fast im Vortragston fort. Vorher führte er amüsiert über die Ungeduld des Freundes die Serviette zum Mund um die Fortsetzung des Vortrags etwas hinauszuzögern. </p>
<p>Beide Gesichter strahlten Sinnenfreude aus. </p>
<p>„Ja, es gibt sie, die ganz besonderen Frauen. </p>
<p>Es gibt Frauen, die haben Ausstrahlung. Und es gibt Frauen, die haben eine Aura. Sie betreten einen Raum nicht, nein, sie nehmen ihn ein. Sie füllen ihn mit Spannung, mit Atemlosigkeit und mit Staunen über so viel Schönheit. </p>
<p>Eine solche Energie und Leuchtkraft geht von ihnen aus, dass man niemals auch nur auf den Gedanken käme, sie nach ihrem Alter zu fragen. Jahre spielen bei ihnen keine Rolle. Die Zeit trägt höchstens noch dazu bei, ihre Einzigartigkeit zu potenzieren. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Von wegen! </p>
<p>Da gab es eine Begegnung, erst kürzlich. Es ist noch gar nicht lange her, es war im März, da betrat Ella nach langer Zeit mein Lieblings-Cafe. </p>
<p>Du, ich sage Dir, fast wäre mir die Luft weggeblieben. </p>
<p>Sie trug ein ausladend drapiertes, altrosafarbenes Kleid und einen ziemlich strengen Zopf, den ich an ihr noch nicht gesehen hatte. </p>
<p>Von ihr ging ein Leuchten aus, das den ganzen Raum erhellte und die 20 &#8211; 30 Jahre jüngeren Damen im Cafe fast alt aussehen 1ieß. </p>
<p>Unter all den hübschen Girls von damals blieb Ella mir immer am meisten im Gedächtnis, weil sie schon früher eines hatte, was die anderen nicht oder noch nicht in dieser ausgeprägten Form hatten und andere Frauen kaum erreichen werden. </p>
<p>Persönlichkeit. </p>
<p>Ein schweres Wort, leicht ausgesprochen. Persönlichkeit. Man kann sie sich nicht antrainieren wie eine Pilates-Übung. Das ist auch in Wellness-Hotels und Golf-Clubs nicht einfach abzuholen. Man muss nach ihr suchen, nach dieser persönlichen Stärke, man muss sie zulassen, ihr Platz einräumen und ihr selbstbewusst zugestehen, dass sie eines Tages die Hauptrolle übernehmen wird, wenn die Figur nicht mehr ganz so ist wie in den jüngeren Jahren. </p>
<p>Persönlichkeit braucht Zeit, um zu wachsen, aber ist sie erst einmal reif genug, ist sie neben einem gepflegten Äußeren und gut ausgewählter Garderobe die schlagkräftigste Waffe einer Frau gegen das Alter; im Zusammenhang mit Frauen wende ich diesen Begriff gar nicht gerne an.“ </p>
<p>„Und Jola?“ fragte der andere. . </p>
<p>„Jola? Ja, Jola ist auch so ein Fall. Ich habe sie aus der Tanzschulenzeit in Erinnerung. Als blutjunge Lady war sie oft in den Tanzschulen und der Rheinterrasse zu sehen. Manchmal sehe ich sie im Robert-Schumann-Saal beim Konzert und wenn sie mich überhaupt anschauen würde, würde sie mich immer noch in ihren Bann ziehen mit ihrem unglaublich verführerischen Lächeln, das alles andere sofort vergessen lässt. Ist sie wirklich schon 50 Jahre alt? Ach was, sie müsste vom Kalender her sogar älter sein. </p>
<p>Statt mich anzulächeln, lächelt sie für andere. Sie erscheint immer in Begleitung eines Kavaliers und befreundeter Paare. Dann führt sie im Foyer ihren hellwachen Blick, ihr schnelles Mundwerk spazieren und sie bringt ein Lachen mit, das nie aufdringlich ist, mit dem sie aber jederzeit eine große Gesellschaft anstecken kann. </p>
<p>Wie alt sie ist? Wen interessiert das schon! </p>
<p>Ich weiß, dass sie längst nicht immer glücklich war über die Jahre hinweg. </p>
<p>Sorgenfalten hat sie aber trotz allen mir bekannt gewordenen Leides gar nicht erst in ihr Gesicht einziehen lassen. </p>
<p>Im Foyer des Schauspielhauses hörte ich sie einmal sagen: „Lachen und Lebensfreude steht doch einer Frau viel besser!“ </p>
<p>Sie benimmt sich ganz natürlich. Es mag sein. Dass sie das Gefühl braucht, verehrt, bewundert, geliebt und betrachtet zu werden. </p>
<p>Bitte schön, Jola, aber gerne!“ zwinkerte er zum Schluß. </p>
<p>Die beiden erhoben ihre Gläser. </p>
<p>Der Erzähler fuhr fort: </p>
<p>„Gerade fällt mir dieses alte Wort wieder ein, das mir vorhin entfallen war: Anmut heißt es; ja, diese Frauen haben sich die Anmut, ja, die Grazie&#8230; erhalten.!“ </p>
<p>Fast hätte ich mich zu ihnen gesellt. </p>
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		<title>EINLADUNG</title>
		<link>http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=372</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 00:17:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Astromant]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Schiele]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=372</guid>
		<description><![CDATA[<p>Lass uns im Internet die Netikette beherzigen.</p>
<p>Das war zum Anfang des privaten Internet eine gute Einstiegsaufforderung!</p>
<p>Die Nettikette, Netiquette o. ä. hilft noch heute beim Cyber-Spaß.</p>
<p>Da wird manches angeregt, es wird u. a. geraten, Zoten und Verbalinurien zu vermeiden.</p>
<p>Die Nettikette ist eine Hilfe, Zuwiderhandlungen werden nicht verfolgt. Manchmal wäre es wünschenswert, aber es gibt ja keine internationalen Moderatoren.</p>
<p>Aber: Wir kriegen alle die Cyber-Atmosphäre, die wir verdienen…</p>
<p><span id="more-372"></span></p>
<p>Fragen nach dem Beruf habe ich während meiner Auslandsaufenthalte überraschenderweise nie gestellt bekommen.</p>
<p>Bei Partys in unseren Breiten egal wo ist man ja rasch mit diesem Thema zur Hand, weil uns die Regeln der Konversation entfallen sind. Ich frage dann gerne „Oh! Sind Sie Arbeitsvermittler? Wollen Sie mir Arbeit verschaffen?“</p>
<p>Natürlich ist das tödlich für die weitere Gesprächsatmosphäre, ich werde selten schroff und bereue das später, wenn ich michhabe gehen lassen.</p>
<p>Zugegeben, auch mir schwillt schon mal der Kamm, oder mich reitet der Schalk. Dann erlaube ich mir, auf einen groben Klotz  auch mal einen spitzen oder groben Keil zu setzen.</p>
<p>Es interessiert mich wirklich überhaupt nicht, welche Einkommensquellen jemand hat.</p>
<p>Wenn ich dann aber auf die Frage wirklich mal antwortete: „Ich bin Börsen-Agent.“, dann erlosch das Gespräch auch ganz schnell.</p>
<p>Das kann mir aber heute noch passieren, wenn Party-Gäste durch Flüstereien oder Vorab-Gespräche erfahren, dass ich so gut wie möglich spirituell lebe, einen hochinteressanten Bücherschrank habe und ein Berufsastrologe bin.</p>
<p>Den Sternzeichen-Gesprächen weiche ich aus, wenn sie mit den Worten beginnen „Sagense doch ma eben…“ Kein Mensch käme auf die Idee einen RA zu fragen „Könnense ma eben wat zu meinem  Vertragsprozess sagen…“</p>
<p>Empathie scheint auch ein Fremdwort zu sein  Im Bekanntenkreis haben wir einen Mann, der (seine Frau riet ihm, mich wegen meines alten Berufszweiges zu fragen) seine Altersversorgung (ca. 300 000 Euronen) in einem Fond verzockt  hat.</p>
<p>Und nun hohnepipelt ihn auf jeder unserer Partys immer derselbe Typ mit der Blöd-Phrase „Hömma, du weißt doch dat mer hück dreißisch-vierzisch-dausend Euro usjäwe muss für ne Wagen!“. Ohne jeden Anstand mutet er das diesem Kumpel zu, der sein Leben lang nur elegante Spitzfahrzeuge fuhr und nun einen alten Ford-Escort bewegt.</p>
<p>Zurück zum Cyber-Thema: Ich würde es, zumal wenn ich in Deinem Internet-Profil oder in Deinem Gästebuch quasi gelistet bin, nicht gern sehen, wenn Du Dich an Boykott-Aufrufen gegen Firmen oder an Mobbing-Aufrufen gegen Personen beteiligst oder derartige Threads im Forum aufstellst.</p>
<p>In solchen Fällen würde ich sofort die Ignore-Funktion an Deinem Profil ausprobieren.</p>
<p>Ich will eher von Dir Dinge erfahren, die nicht in einem dieser allzu knappen Portal-„Profile“ stehen können.</p>
<p>Es hat ja längst nicht jede(r ) einen Blog oder eine Homepage und schreibt über seine Gedanken zum Alltag.</p>
<p>Appropos Alltag:</p>
<p>Hast Du in Deinem Alltag Sehnsüchte entwickelt? Hast Du Deine Kreativität (Schreiben, Malen, Gartenarbeit etc.) entdeckt? Oder ist das alles durch Alltagsbelastungen unterdrückt worden und unterdrückt geblieben?</p>
<p>Hast Du im engeren sozialen Umfeld jemanden, der Dein Innerstes berührt?</p>
<p>Die Netikette rät, das Thema Lebensalter auszuklammern. Aber Dein Lebensalter interessiert mich auch nicht wirklich.  Auch nicht das Wunsch-Datum, bei dessen Erreichen Du endlich all die Dinge in Angriff nehmen willst, die Du längst hättest tun sollen/wollen.</p>
<p>Ich will eher von Dir erfahren, ob Du Ideale hast (und welche …)  und woher sie kommen und ob Du sie gefunden hast und wie Du sie gefunden hast. Oder ob sie vielleicht sogar Dich von selber gefunden haben.</p>
<p>Ich will erfahren, was Du unternommen hast, um Deine Idealvorstellungen zu realisieren oder sich ihnen zu nähern und ob Du Unterstürzung gefunden hast oder ob man Dir Knüppel zwischen die Beine warf und wirft. .</p>
<p>Erzähl mir, wie Du Dich verhalten hast, wenn es in Deinem Leben Rückschläge gab!</p>
<p>Hast Du dann resigniert oder bist Du rasch wieder aufgestanden um wieder für Deine Ideale einzustehen bzw. Deine Bemühungen fortzusetzen?</p>
<p>Hast Du je eine saftige Blamage  riskiert oder wirst Du je die Blamage riskieren, wie ein Narr auszusehen, für Deine Liebe, für Deine Träume, für Deine Ideale, wenn Du je welche hattest … Das Leben ist ein Abenteuer, es gibt nichts wahrhaft Langweiliges; es gibt aber auch für nichts Garantien. .</p>
<p>Lass mich  wissen, ob der Gram über eine verflossene Liebe oder eine Verbitterung, wie sie sich im Alltag unseres menschlichen Lebens manchmal schier zwangsläufig ereignet,  Dich verändert/verbiestert  hat.</p>
<p>Was hat Dein Kummer mit Dir gemacht? Hast Du ihm kampflos einen Platz in Deinem Leben überlassen? Hast Du Dich von allem und allen verlassen und verraten gefühlt?</p>
<p>Hast Du Dich durch Rückzug allen Komplikationen entzogen? Hast Du Dich aus Furcht vor weiterem Schmerz, bzw. vor lauter Bindungsangst,  allen und allem gegenüber verschlossen?.</p>
<p>Bist Du an Deine Toleranzgrenze gestoßen? Bist Du auch mal ausgerastet oder hast Du alles verdrängt, alles geschluckt?</p>
<p>Kannst Du dennoch vor Freude auch mal alles um Dich herum vergessen und Dich von Ekstase erfüllen lassen, zu singen oder zu tanzen, ohne Dich zurückzunehmen, vorsichtig zu sein, ohne an den Alltag zu denken? .</p>
<p>Würdest Du u. U. jemanden enttäuschen, um Dir selber treu zu bleiben?</p>
<p>Wie gehst Du mit Deiner sozialen Umgebung um? Begegnest Du NachbarInnen und KollegInnen mit Respekt? Wie reagierst Du auf die menschlichen Marotten anderer?</p>
<p>Kannst Du ohne Neid sein, wenn Dir Menschen ein wenig, in welcher Hinsicht auch immer,  überlegen sind?  </p>
<p>Ich will wissen, ob Du gute Manieren schätzt und selber gute Manieren hast.</p>
<p>Ich will auch wissen, ob Du weißt, wann es richtig ist, die guten Manieren beiseite zu lassen.</p>
<p>Kannst Du mit Dir und anderen wahrhaftig sein?</p>
<p>Hast Du einen klaren Blick für Deine Umgebung?</p>
<p>Ist es Dir gelungen, in Dir selbst zu ruhen?</p>
<p>Welche Rolle spielt das Thema Achtsamkeit in Deinem Leben?</p>
<p>Weißt Du die bildenden Künste zu schätzen? Kannst Du Dir und anderen die Geschichte der Malerei plausibel erklären?</p>
<p>Kannst Du die Stilrichtung von architektonischen Werken auseinander halten?.</p>
<p>Kann ein Gedicht, ein Roman, ein in Lyrik verfasster Gedanke Dich wegtragen?.</p>
<p>Kannst Du Deine Gedanken zum Teil zu Papier oder in eine PC-Datei bringen, weil Du Dich kennst und zu Deinen Gedanken stehst?.</p>
<p>Hast Du einen Blick für Schönheit auch dann, wenn nicht jeder Tag ein schöner Tag ist, und schöpfst Du dankbar Dein Leben aus SEINER Hand?</p>
<p>Hast Du schon einmal mit dem ganzen Körper gebetet?</p>
<p>Wirst Du mir irgendwann erklären wollen, erklären können, was Dir heilig ist?</p>
<p>Kannst Du mit etwaigen Fehlschlägen leben, kannst Du trotz dieser Fehlschläge zum Leben laut und deutlich JA sagen ohne Dir selber Leid zu tun oder mit Deinem Schöpfer zu hadern?.</p>
<p>Egal, wo auf der Welt Du lebst, ob Du einen Mac oder einen normalen PC hast:</p>
<p>Natürlich kann das verspielte Versenden von Musik-Clips etc. ein kleines Signal sein. Aber früher oder später will ich gerne von Dir im Klartext erfahren, ob Du aus dem tiefen Dunkel der Schmerzen und der Verzweiflung, wenn auch müde und völlig zerschlagen, aufstehen kannst, um den Alltag wieder aufzunehmen.</p>
<p>Weißt Du aus eigener Erfahrung, was ein Schulterschluss, was Freundschaft. Liebe, Leidenschaft ist?</p>
<p>Erzähl mir irgendwann, was Dich innerlich aufrecht hält, wenn alles abfällt.</p>
<p>Kannst Du gut mit Dir alleine sein in den einsamen Momenten des Lebens?.</p>
<p>Ich hätte mich kürzer ausdrücken können; es läuft auf Folgendes hinaus:</p>
<p>Ich will wissen, wie Deine Antwort lautet auf die Fragen nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.</p>
<p>Bernd<br />
Astromant bei Tag und Nacht</p>
<p> Wir lesen uns </p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lass uns im Internet die Netikette beherzigen.</p>
<p>Das war zum Anfang des privaten Internet eine gute Einstiegsaufforderung!</p>
<p>Die Nettikette, Netiquette o. ä. hilft noch heute beim Cyber-Spaß.</p>
<p>Da wird manches angeregt, es wird u. a. geraten, Zoten und Verbalinurien zu vermeiden.</p>
<p>Die Nettikette ist eine Hilfe, Zuwiderhandlungen werden nicht verfolgt. Manchmal wäre es wünschenswert, aber es gibt ja keine internationalen Moderatoren.</p>
<p>Aber: Wir kriegen alle die Cyber-Atmosphäre, die wir verdienen…</p>
<p><span id="more-372"></span></p>
<p>Fragen nach dem Beruf habe ich während meiner Auslandsaufenthalte überraschenderweise nie gestellt bekommen.</p>
<p>Bei Partys in unseren Breiten egal wo ist man ja rasch mit diesem Thema zur Hand, weil uns die Regeln der Konversation entfallen sind. Ich frage dann gerne „Oh! Sind Sie Arbeitsvermittler? Wollen Sie mir Arbeit verschaffen?“</p>
<p>Natürlich ist das tödlich für die weitere Gesprächsatmosphäre, ich werde selten schroff und bereue das später, wenn ich michhabe gehen lassen.</p>
<p>Zugegeben, auch mir schwillt schon mal der Kamm, oder mich reitet der Schalk. Dann erlaube ich mir, auf einen groben Klotz  auch mal einen spitzen oder groben Keil zu setzen.</p>
<p>Es interessiert mich wirklich überhaupt nicht, welche Einkommensquellen jemand hat.</p>
<p>Wenn ich dann aber auf die Frage wirklich mal antwortete: „Ich bin Börsen-Agent.“, dann erlosch das Gespräch auch ganz schnell.</p>
<p>Das kann mir aber heute noch passieren, wenn Party-Gäste durch Flüstereien oder Vorab-Gespräche erfahren, dass ich so gut wie möglich spirituell lebe, einen hochinteressanten Bücherschrank habe und ein Berufsastrologe bin.</p>
<p>Den Sternzeichen-Gesprächen weiche ich aus, wenn sie mit den Worten beginnen „Sagense doch ma eben…“ Kein Mensch käme auf die Idee einen RA zu fragen „Könnense ma eben wat zu meinem  Vertragsprozess sagen…“</p>
<p>Empathie scheint auch ein Fremdwort zu sein  Im Bekanntenkreis haben wir einen Mann, der (seine Frau riet ihm, mich wegen meines alten Berufszweiges zu fragen) seine Altersversorgung (ca. 300 000 Euronen) in einem Fond verzockt  hat.</p>
<p>Und nun hohnepipelt ihn auf jeder unserer Partys immer derselbe Typ mit der Blöd-Phrase „Hömma, du weißt doch dat mer hück dreißisch-vierzisch-dausend Euro usjäwe muss für ne Wagen!“. Ohne jeden Anstand mutet er das diesem Kumpel zu, der sein Leben lang nur elegante Spitzfahrzeuge fuhr und nun einen alten Ford-Escort bewegt.</p>
<p>Zurück zum Cyber-Thema: Ich würde es, zumal wenn ich in Deinem Internet-Profil oder in Deinem Gästebuch quasi gelistet bin, nicht gern sehen, wenn Du Dich an Boykott-Aufrufen gegen Firmen oder an Mobbing-Aufrufen gegen Personen beteiligst oder derartige Threads im Forum aufstellst.</p>
<p>In solchen Fällen würde ich sofort die Ignore-Funktion an Deinem Profil ausprobieren.</p>
<p>Ich will eher von Dir Dinge erfahren, die nicht in einem dieser allzu knappen Portal-„Profile“ stehen können.</p>
<p>Es hat ja längst nicht jede(r ) einen Blog oder eine Homepage und schreibt über seine Gedanken zum Alltag.</p>
<p>Appropos Alltag:</p>
<p>Hast Du in Deinem Alltag Sehnsüchte entwickelt? Hast Du Deine Kreativität (Schreiben, Malen, Gartenarbeit etc.) entdeckt? Oder ist das alles durch Alltagsbelastungen unterdrückt worden und unterdrückt geblieben?</p>
<p>Hast Du im engeren sozialen Umfeld jemanden, der Dein Innerstes berührt?</p>
<p>Die Netikette rät, das Thema Lebensalter auszuklammern. Aber Dein Lebensalter interessiert mich auch nicht wirklich.  Auch nicht das Wunsch-Datum, bei dessen Erreichen Du endlich all die Dinge in Angriff nehmen willst, die Du längst hättest tun sollen/wollen.</p>
<p>Ich will eher von Dir erfahren, ob Du Ideale hast (und welche …)  und woher sie kommen und ob Du sie gefunden hast und wie Du sie gefunden hast. Oder ob sie vielleicht sogar Dich von selber gefunden haben.</p>
<p>Ich will erfahren, was Du unternommen hast, um Deine Idealvorstellungen zu realisieren oder sich ihnen zu nähern und ob Du Unterstürzung gefunden hast oder ob man Dir Knüppel zwischen die Beine warf und wirft. .</p>
<p>Erzähl mir, wie Du Dich verhalten hast, wenn es in Deinem Leben Rückschläge gab!</p>
<p>Hast Du dann resigniert oder bist Du rasch wieder aufgestanden um wieder für Deine Ideale einzustehen bzw. Deine Bemühungen fortzusetzen?</p>
<p>Hast Du je eine saftige Blamage  riskiert oder wirst Du je die Blamage riskieren, wie ein Narr auszusehen, für Deine Liebe, für Deine Träume, für Deine Ideale, wenn Du je welche hattest … Das Leben ist ein Abenteuer, es gibt nichts wahrhaft Langweiliges; es gibt aber auch für nichts Garantien. .</p>
<p>Lass mich  wissen, ob der Gram über eine verflossene Liebe oder eine Verbitterung, wie sie sich im Alltag unseres menschlichen Lebens manchmal schier zwangsläufig ereignet,  Dich verändert/verbiestert  hat.</p>
<p>Was hat Dein Kummer mit Dir gemacht? Hast Du ihm kampflos einen Platz in Deinem Leben überlassen? Hast Du Dich von allem und allen verlassen und verraten gefühlt?</p>
<p>Hast Du Dich durch Rückzug allen Komplikationen entzogen? Hast Du Dich aus Furcht vor weiterem Schmerz, bzw. vor lauter Bindungsangst,  allen und allem gegenüber verschlossen?.</p>
<p>Bist Du an Deine Toleranzgrenze gestoßen? Bist Du auch mal ausgerastet oder hast Du alles verdrängt, alles geschluckt?</p>
<p>Kannst Du dennoch vor Freude auch mal alles um Dich herum vergessen und Dich von Ekstase erfüllen lassen, zu singen oder zu tanzen, ohne Dich zurückzunehmen, vorsichtig zu sein, ohne an den Alltag zu denken? .</p>
<p>Würdest Du u. U. jemanden enttäuschen, um Dir selber treu zu bleiben?</p>
<p>Wie gehst Du mit Deiner sozialen Umgebung um? Begegnest Du NachbarInnen und KollegInnen mit Respekt? Wie reagierst Du auf die menschlichen Marotten anderer?</p>
<p>Kannst Du ohne Neid sein, wenn Dir Menschen ein wenig, in welcher Hinsicht auch immer,  überlegen sind?  </p>
<p>Ich will wissen, ob Du gute Manieren schätzt und selber gute Manieren hast.</p>
<p>Ich will auch wissen, ob Du weißt, wann es richtig ist, die guten Manieren beiseite zu lassen.</p>
<p>Kannst Du mit Dir und anderen wahrhaftig sein?</p>
<p>Hast Du einen klaren Blick für Deine Umgebung?</p>
<p>Ist es Dir gelungen, in Dir selbst zu ruhen?</p>
<p>Welche Rolle spielt das Thema Achtsamkeit in Deinem Leben?</p>
<p>Weißt Du die bildenden Künste zu schätzen? Kannst Du Dir und anderen die Geschichte der Malerei plausibel erklären?</p>
<p>Kannst Du die Stilrichtung von architektonischen Werken auseinander halten?.</p>
<p>Kann ein Gedicht, ein Roman, ein in Lyrik verfasster Gedanke Dich wegtragen?.</p>
<p>Kannst Du Deine Gedanken zum Teil zu Papier oder in eine PC-Datei bringen, weil Du Dich kennst und zu Deinen Gedanken stehst?.</p>
<p>Hast Du einen Blick für Schönheit auch dann, wenn nicht jeder Tag ein schöner Tag ist, und schöpfst Du dankbar Dein Leben aus SEINER Hand?</p>
<p>Hast Du schon einmal mit dem ganzen Körper gebetet?</p>
<p>Wirst Du mir irgendwann erklären wollen, erklären können, was Dir heilig ist?</p>
<p>Kannst Du mit etwaigen Fehlschlägen leben, kannst Du trotz dieser Fehlschläge zum Leben laut und deutlich JA sagen ohne Dir selber Leid zu tun oder mit Deinem Schöpfer zu hadern?.</p>
<p>Egal, wo auf der Welt Du lebst, ob Du einen Mac oder einen normalen PC hast:</p>
<p>Natürlich kann das verspielte Versenden von Musik-Clips etc. ein kleines Signal sein. Aber früher oder später will ich gerne von Dir im Klartext erfahren, ob Du aus dem tiefen Dunkel der Schmerzen und der Verzweiflung, wenn auch müde und völlig zerschlagen, aufstehen kannst, um den Alltag wieder aufzunehmen.</p>
<p>Weißt Du aus eigener Erfahrung, was ein Schulterschluss, was Freundschaft. Liebe, Leidenschaft ist?</p>
<p>Erzähl mir irgendwann, was Dich innerlich aufrecht hält, wenn alles abfällt.</p>
<p>Kannst Du gut mit Dir alleine sein in den einsamen Momenten des Lebens?.</p>
<p>Ich hätte mich kürzer ausdrücken können; es läuft auf Folgendes hinaus:</p>
<p>Ich will wissen, wie Deine Antwort lautet auf die Fragen nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.</p>
<p>Bernd<br />
Astromant bei Tag und Nacht</p>
<p> Wir lesen uns </p>
]]></content:encoded>
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		<title>ABGELAUSCHT&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 12:49:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Astromant]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Moin moin!*]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitläufte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=341</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dekolleté und mehr&#8230;</p>
<p>Sie saßen im renovierten Radisson beim Essen, diesmal in angenehmer Damenbegleitung. Die Damen erschienen mir wie Silhouetten, scharf wie Scherenschnitte, ihre Kleidung war exquisit und ausdrucksstark, die Damen brauchten eine Bühne.</p>
<p>Rüschen flatterten, Assessoires funkelten ein wenig, ich sah Säume wippen… Sind wir nicht alle Kinder… Prinzessinnen? Es war die Stunde, in der man sich wünscht, die Uhr würde rückwärts laufen…</p>
<p><span id="more-341"></span></p>
<p>Der Geräuschpegel des Tischgespräches hob sich schnell und ich konnte das Gespräch gut verfolgen.</p>
<p>Man sprach ein wenig ironisch über Jet-Set und den Silikon- und Botox-Wahnsinn.</p>
<p>Ich hörte, wie der Ältere der beiden Herren frivol schmunzelnd seinen Lippenbart strich, in die Runde schaute und seinen Freund fragte:</p>
<p>„Du kennst doch den Ewald, der Europa-Außendienst bei den vorderasiatischen Backschisch-Kunden macht. Was erzählt der denn so von Paris?. Der führt die Einkäufer doch durch alle möglichen Etablissements; was meldet der denn so?“</p>
<p>Sofort stellten die Damen ihr Gespräch ein und hörten interessiert zu.</p>
<p>„Ja,“ entgegnete der nun, „Was meinst Du beziehungsweise was denken unsere Damen denn, wo der Silikon-Wahn und Botox-Wahn mehr tobt? Im legendären Burlesque-Tanzlokal Crazy Horse in Paris oder an den feinen Stränden der Cote d&#8217;Azur – was meint ihr?“</p>
<p>Sofort raunten sich die anderen ihre Vermutungen zu.</p>
<p>„Oh!“ schmunzelte der Freund. „Wenn Ihr auf das Crazy Horse tippt, liegt Ihr falsch. Natürliche Brüste sind nämlich Aufnahmebedingung für die Weltklasse-Ballerinen, die dort tanzen (dürfen).</p>
<p>Alles andere wäre vulgär.</p>
<p>Der Ewald sagt, man muss sich erst mal an die normalen &#8211; und wunderschönen – weiblichen Proportionen gewöhnen, wenn man eine Show im Crazy Horse besucht.</p>
<p>Schließlich ist sein Auge mittlerweile anderes gewöhnt, von den mondänen Strandklubs in St. Tropez zum Beispiel.</p>
<p>Da sonnt sich die feine Gesellschaft und gibt sich wohlerzogen.“</p>
<p>„Oha!“ unterbrachen ihn die Damen ungeduldig. Was gibt es denn da zu sehen?“</p>
<p>Die Antwort kam sofort.<br />
„Der Ewald sagt, es gibt: alte Frauen. Junge Mädchen. Kurvige Damen und Twiggy-Typen.<br />
Alle tragen den neuesten Bikini von Erès, teure Kaftane und die neueste Sonnenbrillenform.</p>
<p>Und alle, so sagte er spöttisch und beschrieb das mit Handbewegungen, haben exakt denselben Busen, will sagen Brüste, so rund und prall wie Äpfel. Es geht den Damen nicht mehr nur um die Größe, sondern um die „perfekte“ Form.“</p>
<p>Die Runde verstummte erwartungsvoll.</p>
<p>„ Ewalds kurzes Fazit dazu: Alle sehen gleich aus!“ prustete er zum Schluss.</p>
<p>Die Damen kamen ins Grübeln.</p>
<p>In Sachen Sonnenbrillen (Porsche-Brillen sind seit Jahren out) oder Kaftane sind modische Änderungen nicht weiter schlimm, denn die Artikel kann man austauschen. Einen künstlichen Busen eher nicht – oder nicht ohne Unannehmlichkeiten.</p>
<p>Da gelte es, abzuwägen, hörte ich sie kichernd murmeln.</p>
<p>Und, viel schlimmer: Man ist mit ihm für alle Zeiten auf eine modische Rolle festgelegt, und zwar die der ewigen Sexbombe.</p>
<p>„Ja!“ fuhr der Freund fort. „Hollywoods Regisseure beschweren sich gerade darüber, dass zu viel Botox und Lifting eine Menge Topschauspielerinnen berufsunfähig gemacht hätten:</p>
<p>Keine Mimik mehr möglich!“</p>
<p>„Logisch!“ ergänzten die Damen ironisch und ein wenig hämisch. Wenn die Botox-Dosis misslingt, wie schon oft, dann wären ja Schlafzimmerblick, Freudenausbruch, oder Trauer-Tränen nicht mehr voneinander zu unterscheiden.</p>
<p>Und genauso wäre das ja mit dem Dekolleté. Auch ihm verlangen unterschiedliche Situationen unterschiedliche Anblicke ab.</p>
<p>„Fließende Hippiekleider brauchen unbedingt einen sich leicht nach unten neigenden Busen!“ gab die eine zu bedenken, „Alles, was zu stramm ist, passt einfach nicht zur Lässigkeit. Und was ist denn dann überhaupt mit ´nem sexy Outfit … elegantes Abendkleid mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel? Muss hier die Brust nicht extrem anpassungsfähig sein, weil sich der zarte Stoff sonst über die Oberweite spannt wie ein eng anliegendes Stretch-Paillettenkleid einer Showtänzerin?“</p>
<p>Sie blinzelte mit ihren Blitzaugen einen Flirt in die Runde.</p>
<p>Die andere gab zu bedenken:<br />
„Da ist doch jetzt der Lady-Stil der 1950er Jahre angesagt. Den Spitzbusen zu meinem Modell kriege ich prima hin mit meinem Bullett-Bra, ganz ohne operierte Äpfel!“</p>
<p>Ihr Begleiter prostete ihr fröhlich zu.</p>
<p>Aus dem nun folgenden Gelächter waren dann Gesprächsfetzen zu entnehmen, wie</p>
<p>„Weißes T-Shirt ohne BH? Sieht nur dann ein wenig nach Kate Moss aus, wenn man der Natur NICHT nachgeholfen hat.“</p>
<p>Die Männer kamen herzlich lachend und zwinkernd überein:</p>
<p>„Es lebe das natürliche Dekolleté, in seinen tausend modischen Rollen, auch und gerade wegen der schier unendlichen Auswahl von Push-up-Dessous und -Bikinis.</p>
<p>Die Damen gaben eine Anregung zum Besten: „Was ist sozusagen für ein Dekolleté DIE Rolle seines Lebens? Doch eindeutig ein Tag an den Stränden von St. Tropez! Schließlich hat dort das Oben-ohne-Sonnenbaden Tradition, und zwar in ganz Frankreich.</p>
<p>Eine der Damen erinnerte sich an Urlaubserzählungen ihrer älteren Freundin:</p>
<p>&#8220;Früher, zu Brigitte-Bardot-Zeiten, als die ihren Strand bei Ajaccio, Korsika, hatte, zog man den Bikini aus und lüftete dramatisch sein Geheimnis: Der Busen fügte sich vor Publikum seiner ursprünglichen Form.<br />
Und das, obwohl es damals sicher noch<br />
keine spezielle Pflege fürs Dekolleté gab!&#8221;</p>
<p>Bald kamen sie auf einen mir sympathisch erscheinenden Gedanken:</p>
<p>Garantiert sieht der naturbelassene Busen von heute besser aus als der von damals. Schließlich kann man ihn heute mit straffenden, glättenden, aufbauenden Produkten (und ab und zu einer Pilates-Übung zur rechten Zeit…) in Form halten.</p>
<p>Im Crazy Horse ist der Moment des Oberteil-Wegtanzens übrigens immer filmreif, weil unglaublich elegant.</p>
<p>Dann kam bei den Damen ein bisschen Stutenbissigkeit auf:</p>
<p>Zu spät kämen all diese Einsichten leider für die meisten Damen an den besagten Stränden.</p>
<p>Aber, was macht das schon?</p>
<p>Schließlich bietet deren mondänes Leben mehr von allem: mehr Glamour, mehr Geld, mehr Verzweiflung.</p>
<p>Und das ist immer noch der Stoff, der aus einem Film einen Welterfolg macht.</p>
<p>Ja, und dann stießen sie miteinander an und hoben die Tafel auf.</p>
<p>Ihre Fröhlichkeit und Leichtigkeit war ansteckend.</p>
<p>Fast hätte ich mich zu ihnen gesellt. </p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dekolleté und mehr&#8230;</p>
<p>Sie saßen im renovierten Radisson beim Essen, diesmal in angenehmer Damenbegleitung. Die Damen erschienen mir wie Silhouetten, scharf wie Scherenschnitte, ihre Kleidung war exquisit und ausdrucksstark, die Damen brauchten eine Bühne.</p>
<p>Rüschen flatterten, Assessoires funkelten ein wenig, ich sah Säume wippen… Sind wir nicht alle Kinder… Prinzessinnen? Es war die Stunde, in der man sich wünscht, die Uhr würde rückwärts laufen…</p>
<p><span id="more-341"></span></p>
<p>Der Geräuschpegel des Tischgespräches hob sich schnell und ich konnte das Gespräch gut verfolgen.</p>
<p>Man sprach ein wenig ironisch über Jet-Set und den Silikon- und Botox-Wahnsinn.</p>
<p>Ich hörte, wie der Ältere der beiden Herren frivol schmunzelnd seinen Lippenbart strich, in die Runde schaute und seinen Freund fragte:</p>
<p>„Du kennst doch den Ewald, der Europa-Außendienst bei den vorderasiatischen Backschisch-Kunden macht. Was erzählt der denn so von Paris?. Der führt die Einkäufer doch durch alle möglichen Etablissements; was meldet der denn so?“</p>
<p>Sofort stellten die Damen ihr Gespräch ein und hörten interessiert zu.</p>
<p>„Ja,“ entgegnete der nun, „Was meinst Du beziehungsweise was denken unsere Damen denn, wo der Silikon-Wahn und Botox-Wahn mehr tobt? Im legendären Burlesque-Tanzlokal Crazy Horse in Paris oder an den feinen Stränden der Cote d&#8217;Azur – was meint ihr?“</p>
<p>Sofort raunten sich die anderen ihre Vermutungen zu.</p>
<p>„Oh!“ schmunzelte der Freund. „Wenn Ihr auf das Crazy Horse tippt, liegt Ihr falsch. Natürliche Brüste sind nämlich Aufnahmebedingung für die Weltklasse-Ballerinen, die dort tanzen (dürfen).</p>
<p>Alles andere wäre vulgär.</p>
<p>Der Ewald sagt, man muss sich erst mal an die normalen &#8211; und wunderschönen – weiblichen Proportionen gewöhnen, wenn man eine Show im Crazy Horse besucht.</p>
<p>Schließlich ist sein Auge mittlerweile anderes gewöhnt, von den mondänen Strandklubs in St. Tropez zum Beispiel.</p>
<p>Da sonnt sich die feine Gesellschaft und gibt sich wohlerzogen.“</p>
<p>„Oha!“ unterbrachen ihn die Damen ungeduldig. Was gibt es denn da zu sehen?“</p>
<p>Die Antwort kam sofort.<br />
„Der Ewald sagt, es gibt: alte Frauen. Junge Mädchen. Kurvige Damen und Twiggy-Typen.<br />
Alle tragen den neuesten Bikini von Erès, teure Kaftane und die neueste Sonnenbrillenform.</p>
<p>Und alle, so sagte er spöttisch und beschrieb das mit Handbewegungen, haben exakt denselben Busen, will sagen Brüste, so rund und prall wie Äpfel. Es geht den Damen nicht mehr nur um die Größe, sondern um die „perfekte“ Form.“</p>
<p>Die Runde verstummte erwartungsvoll.</p>
<p>„ Ewalds kurzes Fazit dazu: Alle sehen gleich aus!“ prustete er zum Schluss.</p>
<p>Die Damen kamen ins Grübeln.</p>
<p>In Sachen Sonnenbrillen (Porsche-Brillen sind seit Jahren out) oder Kaftane sind modische Änderungen nicht weiter schlimm, denn die Artikel kann man austauschen. Einen künstlichen Busen eher nicht – oder nicht ohne Unannehmlichkeiten.</p>
<p>Da gelte es, abzuwägen, hörte ich sie kichernd murmeln.</p>
<p>Und, viel schlimmer: Man ist mit ihm für alle Zeiten auf eine modische Rolle festgelegt, und zwar die der ewigen Sexbombe.</p>
<p>„Ja!“ fuhr der Freund fort. „Hollywoods Regisseure beschweren sich gerade darüber, dass zu viel Botox und Lifting eine Menge Topschauspielerinnen berufsunfähig gemacht hätten:</p>
<p>Keine Mimik mehr möglich!“</p>
<p>„Logisch!“ ergänzten die Damen ironisch und ein wenig hämisch. Wenn die Botox-Dosis misslingt, wie schon oft, dann wären ja Schlafzimmerblick, Freudenausbruch, oder Trauer-Tränen nicht mehr voneinander zu unterscheiden.</p>
<p>Und genauso wäre das ja mit dem Dekolleté. Auch ihm verlangen unterschiedliche Situationen unterschiedliche Anblicke ab.</p>
<p>„Fließende Hippiekleider brauchen unbedingt einen sich leicht nach unten neigenden Busen!“ gab die eine zu bedenken, „Alles, was zu stramm ist, passt einfach nicht zur Lässigkeit. Und was ist denn dann überhaupt mit ´nem sexy Outfit … elegantes Abendkleid mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel? Muss hier die Brust nicht extrem anpassungsfähig sein, weil sich der zarte Stoff sonst über die Oberweite spannt wie ein eng anliegendes Stretch-Paillettenkleid einer Showtänzerin?“</p>
<p>Sie blinzelte mit ihren Blitzaugen einen Flirt in die Runde.</p>
<p>Die andere gab zu bedenken:<br />
„Da ist doch jetzt der Lady-Stil der 1950er Jahre angesagt. Den Spitzbusen zu meinem Modell kriege ich prima hin mit meinem Bullett-Bra, ganz ohne operierte Äpfel!“</p>
<p>Ihr Begleiter prostete ihr fröhlich zu.</p>
<p>Aus dem nun folgenden Gelächter waren dann Gesprächsfetzen zu entnehmen, wie</p>
<p>„Weißes T-Shirt ohne BH? Sieht nur dann ein wenig nach Kate Moss aus, wenn man der Natur NICHT nachgeholfen hat.“</p>
<p>Die Männer kamen herzlich lachend und zwinkernd überein:</p>
<p>„Es lebe das natürliche Dekolleté, in seinen tausend modischen Rollen, auch und gerade wegen der schier unendlichen Auswahl von Push-up-Dessous und -Bikinis.</p>
<p>Die Damen gaben eine Anregung zum Besten: „Was ist sozusagen für ein Dekolleté DIE Rolle seines Lebens? Doch eindeutig ein Tag an den Stränden von St. Tropez! Schließlich hat dort das Oben-ohne-Sonnenbaden Tradition, und zwar in ganz Frankreich.</p>
<p>Eine der Damen erinnerte sich an Urlaubserzählungen ihrer älteren Freundin:</p>
<p>&#8220;Früher, zu Brigitte-Bardot-Zeiten, als die ihren Strand bei Ajaccio, Korsika, hatte, zog man den Bikini aus und lüftete dramatisch sein Geheimnis: Der Busen fügte sich vor Publikum seiner ursprünglichen Form.<br />
Und das, obwohl es damals sicher noch<br />
keine spezielle Pflege fürs Dekolleté gab!&#8221;</p>
<p>Bald kamen sie auf einen mir sympathisch erscheinenden Gedanken:</p>
<p>Garantiert sieht der naturbelassene Busen von heute besser aus als der von damals. Schließlich kann man ihn heute mit straffenden, glättenden, aufbauenden Produkten (und ab und zu einer Pilates-Übung zur rechten Zeit…) in Form halten.</p>
<p>Im Crazy Horse ist der Moment des Oberteil-Wegtanzens übrigens immer filmreif, weil unglaublich elegant.</p>
<p>Dann kam bei den Damen ein bisschen Stutenbissigkeit auf:</p>
<p>Zu spät kämen all diese Einsichten leider für die meisten Damen an den besagten Stränden.</p>
<p>Aber, was macht das schon?</p>
<p>Schließlich bietet deren mondänes Leben mehr von allem: mehr Glamour, mehr Geld, mehr Verzweiflung.</p>
<p>Und das ist immer noch der Stoff, der aus einem Film einen Welterfolg macht.</p>
<p>Ja, und dann stießen sie miteinander an und hoben die Tafel auf.</p>
<p>Ihre Fröhlichkeit und Leichtigkeit war ansteckend.</p>
<p>Fast hätte ich mich zu ihnen gesellt. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>OSTERN 2012</title>
		<link>http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=334</link>
		<comments>http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=334#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 21:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Astromant]]></category>
		<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Moin moin!*]]></category>
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		<category><![CDATA[Saisonales]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitläufte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=334</guid>
		<description><![CDATA[<p>WERTE BESTIMMEN UNSER LEBEN </p>
<p>Jahreslosung 2012: Jesus Christus spricht: &#8220;Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.&#8221;<br />
(2. Korinther 12,9)</p>
<p>Zu allen Zeiten waren sie heiß begehrt: Schätze wie Edelmetalle, Juwelen, Münzen, wertvolle Kleider oder Kunstschätze. </p>
<p><span id="more-334"></span></p>
<p><a href="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/IMG_4586.jpg"><img src="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/IMG_4586-300x193.jpg" alt="" title="IMG_4586" width="300" height="193" class="aligncenter size-medium wp-image-335" /></a></p>
<p>Gut verwahrt ruhten sie in Truhen und Tresoren hinter sicheren Burgmauern, meist in Festungen. </p>
<p>Der Schatz der Nibelungen soll der Sage nach im Rhein bei Worms versunken sein. </p>
<p>Der Schatz der Normannen wurde im Mittelalter vom deutschen König und späteren Kaiser Heinrich gewaltsam aus Sizilien geholt und in der Pfälzer Festung Trifels verwahrt. Es ging dabei nicht um Reichtum allein, sondern um Macht! </p>
<p>Wer Geld, Gold und andere Schätze vorweisen konnte, der bestimmte die Politik Europas. Das war schon immer so.</p>
<p>Schätze, Werte bestimmen bis heute unser Leben. Materielle Dinge genauso wie Bildung, gute Beziehungen oder Erfahrung. </p>
<p>Selbst der Schatz an Erinnerungen diktiert mehr als man denkt Gefühle und Verhaltensweisen. </p>
<p>Was mir wertvoll ist, darauf achte ich. Das übergehe ich nicht leichtfertig. Das lasse ich mir nicht so ohne weiteres nehmen. </p>
<p>Wenn ich mein Leben mit Jesus führe und er Schätze der Erkenntnis bereithält, dann ist das nicht einfach nur ein wirkungsloser, belangloser und langweiliger Glaube, der nichts bewegt. Im Gegenteil: Dieser Wert (Schatz) beeinflusst mein Fühlen, Wollen, Denken und Handeln. </p>
<p>Wenn ich Jesu unbegrenzte Möglichkeiten kenne und im Gebet mich an ihn wende, habe ich ein kräftiges Mittel gegen die Sorgen. Ich werde weggeführt von der Sorge hin zur Gelassenheit. Dieser, für manches Auge verborgene Schatz, bestimmt meinen Weg! </p>
<p>Wenn ich Jesu Rat befolge und mich nach seinen Worten richte, wird mein Leben gelingen. Beziehungen werden geordnet, Erfolg stellt sich ein. Die Bibel verspricht sogar, dass aus Feinden Freunde werden. Das geht nicht einfach so. Da sind Kräfte erforderlich, die nicht in uns sind. Es ist der verborgene Schatz! Er verändert die Herzen der Menschen. </p>
<p>Als frischgebackener Chorsänger weiss ich wie wichtig ein guter Chorleiter ist, der meine Stimmqualität kennt. So wie ein guter Chorleiter kann und will Jesus uns den Weg führen, der für sie gut und richtig ist. </p>
<p>Eine gute Verheißung in dieser Zeit! </p>
<p>Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, vor allem, wenn Sie darauf achten, wo die Kräfte stecken, die Ihr Leben bestimmen! </p>
<p>.<br />
.<br />
.<br />
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.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WERTE BESTIMMEN UNSER LEBEN </p>
<p>Jahreslosung 2012: Jesus Christus spricht: &#8220;Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.&#8221;<br />
(2. Korinther 12,9)</p>
<p>Zu allen Zeiten waren sie heiß begehrt: Schätze wie Edelmetalle, Juwelen, Münzen, wertvolle Kleider oder Kunstschätze. </p>
<p><span id="more-334"></span></p>
<p><a href="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/IMG_4586.jpg"><img src="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/IMG_4586-300x193.jpg" alt="" title="IMG_4586" width="300" height="193" class="aligncenter size-medium wp-image-335" /></a></p>
<p>Gut verwahrt ruhten sie in Truhen und Tresoren hinter sicheren Burgmauern, meist in Festungen. </p>
<p>Der Schatz der Nibelungen soll der Sage nach im Rhein bei Worms versunken sein. </p>
<p>Der Schatz der Normannen wurde im Mittelalter vom deutschen König und späteren Kaiser Heinrich gewaltsam aus Sizilien geholt und in der Pfälzer Festung Trifels verwahrt. Es ging dabei nicht um Reichtum allein, sondern um Macht! </p>
<p>Wer Geld, Gold und andere Schätze vorweisen konnte, der bestimmte die Politik Europas. Das war schon immer so.</p>
<p>Schätze, Werte bestimmen bis heute unser Leben. Materielle Dinge genauso wie Bildung, gute Beziehungen oder Erfahrung. </p>
<p>Selbst der Schatz an Erinnerungen diktiert mehr als man denkt Gefühle und Verhaltensweisen. </p>
<p>Was mir wertvoll ist, darauf achte ich. Das übergehe ich nicht leichtfertig. Das lasse ich mir nicht so ohne weiteres nehmen. </p>
<p>Wenn ich mein Leben mit Jesus führe und er Schätze der Erkenntnis bereithält, dann ist das nicht einfach nur ein wirkungsloser, belangloser und langweiliger Glaube, der nichts bewegt. Im Gegenteil: Dieser Wert (Schatz) beeinflusst mein Fühlen, Wollen, Denken und Handeln. </p>
<p>Wenn ich Jesu unbegrenzte Möglichkeiten kenne und im Gebet mich an ihn wende, habe ich ein kräftiges Mittel gegen die Sorgen. Ich werde weggeführt von der Sorge hin zur Gelassenheit. Dieser, für manches Auge verborgene Schatz, bestimmt meinen Weg! </p>
<p>Wenn ich Jesu Rat befolge und mich nach seinen Worten richte, wird mein Leben gelingen. Beziehungen werden geordnet, Erfolg stellt sich ein. Die Bibel verspricht sogar, dass aus Feinden Freunde werden. Das geht nicht einfach so. Da sind Kräfte erforderlich, die nicht in uns sind. Es ist der verborgene Schatz! Er verändert die Herzen der Menschen. </p>
<p>Als frischgebackener Chorsänger weiss ich wie wichtig ein guter Chorleiter ist, der meine Stimmqualität kennt. So wie ein guter Chorleiter kann und will Jesus uns den Weg führen, der für sie gut und richtig ist. </p>
<p>Eine gute Verheißung in dieser Zeit! </p>
<p>Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, vor allem, wenn Sie darauf achten, wo die Kräfte stecken, die Ihr Leben bestimmen! </p>
<p>.<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Moin moin!* 1950er Jahre in Düsseldorf-Derendorf</title>
		<link>http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=331</link>
		<comments>http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=331#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 23:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Freunde in der Nachbarschaft? Ja, es gab zwei, die mir in besonderer Erinnerung sind.<br />
Einer, der Horst, war ein Junge aus einem brav-bürgerlichen Haushalt. Der Vater war „Bankdirektor“, man fuhr schon VW. </p>
<p>Als ich dort das erste Mal einen Besuch machte, berichtete ich zuhause, &#8230;</p>
<p><span id="more-331"></span></p>
<p>&#8230; dass ich Leute kennengelernt hatte, die helle Wurst und italienischen Salat (heute: Fleischsalat) aßen und die einen Kühlschrank in der Küche hatten. Es gab aber auch andere reiche Leute, nämlich die, die einen Kasten Limo (!) im Flur stehen hatten, der regelmäßig nachgefüllt wurde. </p>
<p>Können Sie sich vorstellen, wie man in den 1950er Jahren gelebt hat, im Mehrfamilienhaus, mit einer Badewanne für alle? Baden freitags, nach Plan? </p>
<p>Entbehrungen habe ich in der Kinderzeit gar nicht empfunden, meine Eltern haben mich verwöhnt. Taschengeld-Probleme hatte ich nicht. Es gab kindgerechte Jobs; ich sammelte am Rheinstadion Tennisbälle auf und war Kegeljunge im Kolpinghaus am Dreieck.<br />
Horst und ich distanzierten uns von den dubiosen Kameraden, die zu unserem Entsetzen auf einmal Jeans und schwarze Lederjacken trugen, sich Elvis-Frisuren zulegten und Mopeds knackten. </p>
<p>Bei uns tanzten die Hormone, denn: Jürgen, einer unserer Kameraden, hatte seinem Vater, der Polizist war, beschlagnahmte Porno-Fotos geklaut. Die betrachteten wir mit hochroten Ohren. Das Thema Mädchen/Frauen rückte in unser Blickfeld. Ab unserem 14. Lebensjahr waren wir ständig in irgendwelche Mädchen verliebt, waren aber viel zu schüchtern, uns denen in irgendeiner Weise zu nähern. Die jungen Damen gingen schon zur Tanzschule Kaechele, also ging ich so schnell wie möglich auch dort hin. </p>
<p>Ja, und dann gab es noch einen anderen, Gerd, den Hilfsschüler, mit dem man laut der Nachbarin nicht spielen sollte. Klar, dass der besonders interessant war! Es hieß, dass er wilde Brüder hatte. </p>
<p>Ja, es gab Cliquen, die Mopeds klauten; speziell gesucht waren die Kreidler Florett; ein teures Gerät. Klauen und mit zwielichtigen Jungs rumhängen war aber nicht unser Ding.</p>
<p>Wie oft der Gerd mich rausgehauen hat, wenn die düsteren Jungs von der Piwipp mich damals recht kleinen Mann verhauen oder meines Fahrtenmessers berauben wollten, lässt sich heute nicht mehr sagen. Wenn es nötig war, hatte Gerd rasch einen Knüppel zur Hand; ihm war dann recht egal, wo er die rauen Jungs traf.</p>
<p>Mit Gerd ergab sich nach der Überwindung unserer Indianer-Spiel-Phase eine Symbiose. Ich machte ihn neugierig auf meine Bücherwelt, es gelang mir ihn zu motivieren. Manchmal saßen wir in den Wäldchen am Großmarkt in den Gebüschen und den Baumhäusern und übten Lesen mit Karl May und Conny Cöll. Derartige Unterstützung gab es in seiner Familie nicht. Gerd überwand seine Schreib- und Leseschwäche. Mit heutiger Erfahrung lässt sich sagen, dass er Legastheniker war; dumm war er nicht.<br />
Ein Einstellungs-Beauftragter der Firma Fenestra sah über Gerds schlechte Schulnoten hinweg und stellte ihn als Lagerarbeiter ein. Gerd wurde wegen seiner Schreib- und Lesefähigkeit rasch Vorarbeiter und später, nach einer Fortbildungsmaßnahme, Magazin-Leiter.</p>
<p>Irgendwann war die (fast) raue Zeit vorbei. Die Themen Kaufmännische Lehre, Mädchen und Tanzschule, Nebenerwerb als Disc-Jockey … gewannen an Bedeutung.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freunde in der Nachbarschaft? Ja, es gab zwei, die mir in besonderer Erinnerung sind.<br />
Einer, der Horst, war ein Junge aus einem brav-bürgerlichen Haushalt. Der Vater war „Bankdirektor“, man fuhr schon VW. </p>
<p>Als ich dort das erste Mal einen Besuch machte, berichtete ich zuhause, &#8230;</p>
<p><span id="more-331"></span></p>
<p>&#8230; dass ich Leute kennengelernt hatte, die helle Wurst und italienischen Salat (heute: Fleischsalat) aßen und die einen Kühlschrank in der Küche hatten. Es gab aber auch andere reiche Leute, nämlich die, die einen Kasten Limo (!) im Flur stehen hatten, der regelmäßig nachgefüllt wurde. </p>
<p>Können Sie sich vorstellen, wie man in den 1950er Jahren gelebt hat, im Mehrfamilienhaus, mit einer Badewanne für alle? Baden freitags, nach Plan? </p>
<p>Entbehrungen habe ich in der Kinderzeit gar nicht empfunden, meine Eltern haben mich verwöhnt. Taschengeld-Probleme hatte ich nicht. Es gab kindgerechte Jobs; ich sammelte am Rheinstadion Tennisbälle auf und war Kegeljunge im Kolpinghaus am Dreieck.<br />
Horst und ich distanzierten uns von den dubiosen Kameraden, die zu unserem Entsetzen auf einmal Jeans und schwarze Lederjacken trugen, sich Elvis-Frisuren zulegten und Mopeds knackten. </p>
<p>Bei uns tanzten die Hormone, denn: Jürgen, einer unserer Kameraden, hatte seinem Vater, der Polizist war, beschlagnahmte Porno-Fotos geklaut. Die betrachteten wir mit hochroten Ohren. Das Thema Mädchen/Frauen rückte in unser Blickfeld. Ab unserem 14. Lebensjahr waren wir ständig in irgendwelche Mädchen verliebt, waren aber viel zu schüchtern, uns denen in irgendeiner Weise zu nähern. Die jungen Damen gingen schon zur Tanzschule Kaechele, also ging ich so schnell wie möglich auch dort hin. </p>
<p>Ja, und dann gab es noch einen anderen, Gerd, den Hilfsschüler, mit dem man laut der Nachbarin nicht spielen sollte. Klar, dass der besonders interessant war! Es hieß, dass er wilde Brüder hatte. </p>
<p>Ja, es gab Cliquen, die Mopeds klauten; speziell gesucht waren die Kreidler Florett; ein teures Gerät. Klauen und mit zwielichtigen Jungs rumhängen war aber nicht unser Ding.</p>
<p>Wie oft der Gerd mich rausgehauen hat, wenn die düsteren Jungs von der Piwipp mich damals recht kleinen Mann verhauen oder meines Fahrtenmessers berauben wollten, lässt sich heute nicht mehr sagen. Wenn es nötig war, hatte Gerd rasch einen Knüppel zur Hand; ihm war dann recht egal, wo er die rauen Jungs traf.</p>
<p>Mit Gerd ergab sich nach der Überwindung unserer Indianer-Spiel-Phase eine Symbiose. Ich machte ihn neugierig auf meine Bücherwelt, es gelang mir ihn zu motivieren. Manchmal saßen wir in den Wäldchen am Großmarkt in den Gebüschen und den Baumhäusern und übten Lesen mit Karl May und Conny Cöll. Derartige Unterstützung gab es in seiner Familie nicht. Gerd überwand seine Schreib- und Leseschwäche. Mit heutiger Erfahrung lässt sich sagen, dass er Legastheniker war; dumm war er nicht.<br />
Ein Einstellungs-Beauftragter der Firma Fenestra sah über Gerds schlechte Schulnoten hinweg und stellte ihn als Lagerarbeiter ein. Gerd wurde wegen seiner Schreib- und Lesefähigkeit rasch Vorarbeiter und später, nach einer Fortbildungsmaßnahme, Magazin-Leiter.</p>
<p>Irgendwann war die (fast) raue Zeit vorbei. Die Themen Kaufmännische Lehre, Mädchen und Tanzschule, Nebenerwerb als Disc-Jockey … gewannen an Bedeutung.</p>
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		<title>Moin moin!* ÜBER DEN 1. MAI 1953 UND DIE ZEIT DANACH</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 02:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Astromant]]></category>
		<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitfenster]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitläufte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Derendorfer Zeitgeist – 1. Mai 1953 </p>
<p>An diesen 1. Mai denke ich gerade, weil ich ein wenig mehr über meine Derendorfer Zeit und die gemischten Empfindungen schreiben möchte.</p>
<p>Nein, ich mochte Derendorf keineswegs vom ersten Tag an; wie sollte ich auch… </p>
<p>Ich kam als Kind aus einem vertrauten Dorf in der Mark Brandenburg in die Stadt. Von dieser Stadt Düsseldorf hatte ich gehört, weil der Bruder meines Vaters, mein Onkel Georg, dort schon jahrelang seit seinem Gartenbau-Studium wohnte. Er leitete das Düsseldorfer Gartenamt. </p>
<p>Ja, dieser spezielle 1. Mai 1953, das war nun der Tag, an dem wir, meine Mutter und ich, nach einer aufregenden Flucht nach verschiedenen Lager- und Durchgangslager-Aufenthalten, einem kritischen Krankenhaus-Aufenthalt  in Düsseldorf-Derendorf mit leichtem Gepäck aus dem Rheinbahn-Bus stiegen. Mein Vater hatte  schon ein knappes Jahr vorher aus politischen Gründen fliehen müssen, weil er sich  der Eingliederung in die Kolchose (später LPG) widersetzte. </p>
<p><span id="more-328"></span></p>
<p>Ich sah mich um, sofort fiel mir die asphaltierte Straße auf, die Mietshäuser gegenüber, die Gebäude, die sich später als Polizei-Kaserne entpuppten. Ein Kiosk und ein Zeitungsbüdchen standen an den Straßenecken einander gegenüber. Neben dem Zeitungsbüdchen war ein Torbogen zu sehen, der mich an die Spielplätze in Berlin erinnerte. </p>
<p>Wie auch immer… die Skepsis blieb. Als Kind versteht man längst nicht alles. </p>
<p>Über die Notwendigkeit unserer Flucht war ich im Bilde. Natürlich wollte ich meinen Vater nicht eingesperrt sehen; eine verworrene Zeit war das für mich. Das Dorf, die Tiere, die Spielgelegenheiten, die Freunde und Spielkameraden vermisste ich sowieso während der Fluchtmonate schon.   </p>
<p>Nun aber machten wir uns auf zur Johannstr. 50 a; das Haus kannten wir durch ein Foto das der Onkel uns gesandt hatte. </p>
<p>Die Begrüßung war überschwänglich, die Erwachsenen weinten vor Freude. </p>
<p>Die Wohnsituation war prekär. Man kann es sich aus heutiger Sicht kaum vorstellen, wenn man die Zeit nicht selbst erlebt hat. Wohnungen wurden in der Nachkriegszeit verwaltet. Und so geschah es, dass mein Onkel zwar eine Drei-Zimmer-Wohnung hatte, aber ein Zimmer durch eine Untermieterin besetzt war.</p>
<p>Meine Eltern und ich wurden in der Mansarde untergebracht, die zur Wohnung gehörte. Die Enge kann man sich nicht vorstellen. Mit diesen Verhältnissen war ich aber bald ausgesöhnt.</p>
<p>Die Einschulung in die Volksschule Essener Straße und die spätere Umschulung zur Matthias-Claudius-Schule brachten Schul- und Spielkameraden mit sich. Das Flüchtlingskind wurde auch in der Nachbarschaft rasch unter die Fittiche genommen; es war eben noch die Zeit der ritterlichen Spielkameraden. Heute würde man von.rascher Integration sprechen. </p>
<p>Die Eltern hatten es mit der „Integration“ nicht so leicht; die Zeiten waren hart und die Jobs waren rar. Ich übertreibe nicht, wenn ich hier schreibe, dass die Arbeitssituation mehr als unerfreulich war. Die Landwirtschafts-Diplome der Eltern galten den Arbeitgebern der damaligen Zeit nichts. </p>
<p>Vater fand Arbeit als Treckerfahrer im Gartenamt. Mutter jobte nach einigen Anläufen in grotesken Arbeitsstellen in einem Gartenbau-Betrieb am Südfriedhof. Sie sparte das Fahrgeld für die Bahn und fuhr mit einem klapprigen Fahrrad durch die Stadt zur Arbeit. </p>
<p>Positive Entwicklungen ergaben sich fast zeitgleich: Die Untermieterin entschwand durch einen allseits zufrieden stellenden Verwaltungsakt, Onkel und Tante bezogen Mitte der 1950er Jahre ein Haus in Gerresheim und wir bezogen die  frei gewordene Wohnung! </p>
<p>Die Mansarde wurde mein erstes eigenes Zimmer, welch ein „Luxus“ in der damaligen Zeit!</p>
<p>Ich wurde zum Schlüsselkind, beide Eltern gingen arbeiten. Kinder wurden damals oft zum „Selbstversorger“.</p>
<p>Pro Tag gab es von den Eltern zweimal 15 Pfennig für die Straßenbahn. Das war viel Geld, Brötchen kosteten damals ca. 7 Pfennig. Es war noch die Zeit der Emaille-Schildchen am Büdchen: Laufmaschinen-Reparatur 8,33 Pfennig!</p>
<p>Die Schaffner lehnten es oft ab, den Kindern dieses Fahrgeld für die zwei bis drei Stationen abzunehmen. Mancher Schaffner sagte „Du steigst doch gleich aus…“, andere „übersahen“ die Kinder geflissentlich.  </p>
<p>Die 15 bis 30 Pfennig wurden nach der Schule für Eis oder für eine warme Metzger-Mahlzeit ausgegeben. Wenn ich 80 Pfennig ersparte, konnte ich für diesen Betrag im Roxy-Kino die tollen Western der 1950er Jahre anschauen! Das war himmlisch! Oder ich konnte in den städtischen oder privaten (so was gab es damals) Leihbüchereien Bücher ausleihen, mit nach Hause  nehmen und nach den Schularbeiten in der Mansarde lesen. </p>
<p>Freunde in der Nachbarschaft? Ja, es gab zwei, die mir in besonderer Erinnerung sind. Einer, der Horst, aus einem brav-bürgerlichen Haushalt, Vater „Bankdirektor“, man fuhr schon VW. Ja, und dann noch einen anderen, Gerd, den Hilfsschüler, mit dem man laut der Nachbarin nicht spielen sollte. Klar, dass der besonders interessant war! </p>
<p>Es gab Cliquen, die Mopeds klauten, speziell gesucht waren die Kreidler Florett; ein teures Gerät. Klauen und mit zwielichtigen Jungs rumhängen war aber nicht mein Ding.  </p>
<p>Wie oft der Gerd mich rausgehauen hat, wenn die düsteren Jungs von der Piwipp mich damals recht kleinen Mann verhauen oder meines Fahrtenmessers berauben wollten, lässt sich heute nicht mehr sagen. Wenn es nötig war, hatte Gerd rasch einen Knüppel zur Hand; ihm war dann recht egal, wo er die rauen Jungs traf.</p>
<p>Mit Gerd ergab sich nach der Überwindung unserer Indianer-Spiel-Phase eine Symbiose. Ich machte ihn neugierig auf meine Bücherwelt, es gelang mir ihn zu motivieren. Manchmal saßen wir in den Wäldchen am Großmarkt in den Gebüschen und den Baumhäusern und übten Lesen mit Karl May und Conny Cöll. Derartige Unterstützung gab es in seiner Familie nicht. Gerd überwand seine Schreib- und Leseschwäche. Mit heutiger Erfahrung lässt sich sagen, dass er Legastheniker war; dumm war er nicht.  </p>
<p>Ein Einstellungs-Beauftragter der Fenestra sah über Gerds schlechte Schulnoten hinweg und stellte ihn als Lagerarbeiter ein. Gerd wurde Vorarbeiter und später Magazin-Leiter. .  </p>
<p>Irgendwann war die (fast) raue Zeit vorbei. Die Themen Kaufmännische Lehre, Mädchen und Tanzschule gewannen an Bedeutung.  </p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Derendorfer Zeitgeist – 1. Mai 1953 </p>
<p>An diesen 1. Mai denke ich gerade, weil ich ein wenig mehr über meine Derendorfer Zeit und die gemischten Empfindungen schreiben möchte.</p>
<p>Nein, ich mochte Derendorf keineswegs vom ersten Tag an; wie sollte ich auch… </p>
<p>Ich kam als Kind aus einem vertrauten Dorf in der Mark Brandenburg in die Stadt. Von dieser Stadt Düsseldorf hatte ich gehört, weil der Bruder meines Vaters, mein Onkel Georg, dort schon jahrelang seit seinem Gartenbau-Studium wohnte. Er leitete das Düsseldorfer Gartenamt. </p>
<p>Ja, dieser spezielle 1. Mai 1953, das war nun der Tag, an dem wir, meine Mutter und ich, nach einer aufregenden Flucht nach verschiedenen Lager- und Durchgangslager-Aufenthalten, einem kritischen Krankenhaus-Aufenthalt  in Düsseldorf-Derendorf mit leichtem Gepäck aus dem Rheinbahn-Bus stiegen. Mein Vater hatte  schon ein knappes Jahr vorher aus politischen Gründen fliehen müssen, weil er sich  der Eingliederung in die Kolchose (später LPG) widersetzte. </p>
<p><span id="more-328"></span></p>
<p>Ich sah mich um, sofort fiel mir die asphaltierte Straße auf, die Mietshäuser gegenüber, die Gebäude, die sich später als Polizei-Kaserne entpuppten. Ein Kiosk und ein Zeitungsbüdchen standen an den Straßenecken einander gegenüber. Neben dem Zeitungsbüdchen war ein Torbogen zu sehen, der mich an die Spielplätze in Berlin erinnerte. </p>
<p>Wie auch immer… die Skepsis blieb. Als Kind versteht man längst nicht alles. </p>
<p>Über die Notwendigkeit unserer Flucht war ich im Bilde. Natürlich wollte ich meinen Vater nicht eingesperrt sehen; eine verworrene Zeit war das für mich. Das Dorf, die Tiere, die Spielgelegenheiten, die Freunde und Spielkameraden vermisste ich sowieso während der Fluchtmonate schon.   </p>
<p>Nun aber machten wir uns auf zur Johannstr. 50 a; das Haus kannten wir durch ein Foto das der Onkel uns gesandt hatte. </p>
<p>Die Begrüßung war überschwänglich, die Erwachsenen weinten vor Freude. </p>
<p>Die Wohnsituation war prekär. Man kann es sich aus heutiger Sicht kaum vorstellen, wenn man die Zeit nicht selbst erlebt hat. Wohnungen wurden in der Nachkriegszeit verwaltet. Und so geschah es, dass mein Onkel zwar eine Drei-Zimmer-Wohnung hatte, aber ein Zimmer durch eine Untermieterin besetzt war.</p>
<p>Meine Eltern und ich wurden in der Mansarde untergebracht, die zur Wohnung gehörte. Die Enge kann man sich nicht vorstellen. Mit diesen Verhältnissen war ich aber bald ausgesöhnt.</p>
<p>Die Einschulung in die Volksschule Essener Straße und die spätere Umschulung zur Matthias-Claudius-Schule brachten Schul- und Spielkameraden mit sich. Das Flüchtlingskind wurde auch in der Nachbarschaft rasch unter die Fittiche genommen; es war eben noch die Zeit der ritterlichen Spielkameraden. Heute würde man von.rascher Integration sprechen. </p>
<p>Die Eltern hatten es mit der „Integration“ nicht so leicht; die Zeiten waren hart und die Jobs waren rar. Ich übertreibe nicht, wenn ich hier schreibe, dass die Arbeitssituation mehr als unerfreulich war. Die Landwirtschafts-Diplome der Eltern galten den Arbeitgebern der damaligen Zeit nichts. </p>
<p>Vater fand Arbeit als Treckerfahrer im Gartenamt. Mutter jobte nach einigen Anläufen in grotesken Arbeitsstellen in einem Gartenbau-Betrieb am Südfriedhof. Sie sparte das Fahrgeld für die Bahn und fuhr mit einem klapprigen Fahrrad durch die Stadt zur Arbeit. </p>
<p>Positive Entwicklungen ergaben sich fast zeitgleich: Die Untermieterin entschwand durch einen allseits zufrieden stellenden Verwaltungsakt, Onkel und Tante bezogen Mitte der 1950er Jahre ein Haus in Gerresheim und wir bezogen die  frei gewordene Wohnung! </p>
<p>Die Mansarde wurde mein erstes eigenes Zimmer, welch ein „Luxus“ in der damaligen Zeit!</p>
<p>Ich wurde zum Schlüsselkind, beide Eltern gingen arbeiten. Kinder wurden damals oft zum „Selbstversorger“.</p>
<p>Pro Tag gab es von den Eltern zweimal 15 Pfennig für die Straßenbahn. Das war viel Geld, Brötchen kosteten damals ca. 7 Pfennig. Es war noch die Zeit der Emaille-Schildchen am Büdchen: Laufmaschinen-Reparatur 8,33 Pfennig!</p>
<p>Die Schaffner lehnten es oft ab, den Kindern dieses Fahrgeld für die zwei bis drei Stationen abzunehmen. Mancher Schaffner sagte „Du steigst doch gleich aus…“, andere „übersahen“ die Kinder geflissentlich.  </p>
<p>Die 15 bis 30 Pfennig wurden nach der Schule für Eis oder für eine warme Metzger-Mahlzeit ausgegeben. Wenn ich 80 Pfennig ersparte, konnte ich für diesen Betrag im Roxy-Kino die tollen Western der 1950er Jahre anschauen! Das war himmlisch! Oder ich konnte in den städtischen oder privaten (so was gab es damals) Leihbüchereien Bücher ausleihen, mit nach Hause  nehmen und nach den Schularbeiten in der Mansarde lesen. </p>
<p>Freunde in der Nachbarschaft? Ja, es gab zwei, die mir in besonderer Erinnerung sind. Einer, der Horst, aus einem brav-bürgerlichen Haushalt, Vater „Bankdirektor“, man fuhr schon VW. Ja, und dann noch einen anderen, Gerd, den Hilfsschüler, mit dem man laut der Nachbarin nicht spielen sollte. Klar, dass der besonders interessant war! </p>
<p>Es gab Cliquen, die Mopeds klauten, speziell gesucht waren die Kreidler Florett; ein teures Gerät. Klauen und mit zwielichtigen Jungs rumhängen war aber nicht mein Ding.  </p>
<p>Wie oft der Gerd mich rausgehauen hat, wenn die düsteren Jungs von der Piwipp mich damals recht kleinen Mann verhauen oder meines Fahrtenmessers berauben wollten, lässt sich heute nicht mehr sagen. Wenn es nötig war, hatte Gerd rasch einen Knüppel zur Hand; ihm war dann recht egal, wo er die rauen Jungs traf.</p>
<p>Mit Gerd ergab sich nach der Überwindung unserer Indianer-Spiel-Phase eine Symbiose. Ich machte ihn neugierig auf meine Bücherwelt, es gelang mir ihn zu motivieren. Manchmal saßen wir in den Wäldchen am Großmarkt in den Gebüschen und den Baumhäusern und übten Lesen mit Karl May und Conny Cöll. Derartige Unterstützung gab es in seiner Familie nicht. Gerd überwand seine Schreib- und Leseschwäche. Mit heutiger Erfahrung lässt sich sagen, dass er Legastheniker war; dumm war er nicht.  </p>
<p>Ein Einstellungs-Beauftragter der Fenestra sah über Gerds schlechte Schulnoten hinweg und stellte ihn als Lagerarbeiter ein. Gerd wurde Vorarbeiter und später Magazin-Leiter. .  </p>
<p>Irgendwann war die (fast) raue Zeit vorbei. Die Themen Kaufmännische Lehre, Mädchen und Tanzschule gewannen an Bedeutung.  </p>
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		<title>Moin moin!* 12.11.2011 &#8211; Erinnerungen an Derendorf</title>
		<link>http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=325</link>
		<comments>http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=325#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 13:26:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Derendorf … ein Stadtteil von Düsseldorf und ein Stück Teenager-Zeit </p>
<p><a href="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/astromant-3.jpg"><img src="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/astromant-3-150x150.jpg" alt="" title="astromant 3" width="150" height="150" class="aligncenter size-thumbnail wp-image-326" /></a></p>
<p>Wenn Du willst, nehme ich Dich mit zu einem Spaziergang durch meine Kindheit und Halbstarkenzeit in Derendorf, und wir gehen ein Stück ins Jetzt&#8230;<br />
Ja, die Helden und die Orte der Kindheit&#8230; Das wird eine vielschichtige Galerie! Was hätte ich Dir alles zu sagen bei dem Versuch dir das zu erklären&#8230; </p>
<p><span id="more-325"></span></p>
<p>Irgendwann vor einiger Zeit waren sie auf einmal da, die Gedanken an die Kindheit in Derendorf. Bilder mit lieben Erinnerungen tauchten auf&#8230;<br />
und ich dachte mir, wie erkläre ich dir das und warum erkläre ich dir das …<br />
Lang vorher und lange danach stellte ich mir vor, die Stadt zu entkleiden, wie man eine Geliebte entkleidet: jedes Mal auf andere Art&#8230; In ihren Poren lagert das Begehren eines ganzen Lebens, ist in schmale Durchgänge und Cafés geschlüpft; wie Gebete, die sich in den Mauerritzen eines Kultbaues verkrochen haben.<br />
Ich stellte mir vor, wie ich dir geheime Orte anbiete, entdeckt in Jahren einsamen, ziellosen Schlenderns; die zwei Fingerbreit Masswerk, die nur das Winterlicht enthüllt, das leer stehende Amtsgebäude, das über dem Kliff zerbröckelt.<br />
Die riesige Marmorhöhle einer nächtlich erleuchteten Empfangshalle wirft matten Widerschein von Aberhunderten kristalliner Kalksteinplatten auf die Strasse.<br />
Die massiven, zwei Stockwerk hohen Holztüren: ihre eisernen Angeln sind so gross wie ein Kind.<br />
Die diskret zwischen die Wohnhäuser geschmuggelten Generatorhäuschen mit ihren penibel gepflegten Rasenflächen und adretten Jalousieläden, hinter denen Megawattstärken reiner Energie für das Großmarktgelände pulsieren. Das Fabrikgebäude, zu solid gebaut, um kostengünstig abgerissen zu werden, das einsam mitten auf einem Parkplatz steht und wie ein zehn Stockwerk hohes Götzenbild übers Meer schaut.<br />
Die Bücher aus Stein. Die heimlichen Orte, wo man in der Abenddämmerung den Güterzügen am Derendorfer Bahnhof nachsehen oder den aufsteigenden Mond beobachten kann. Die perfekte Handbreit Stadt &#8211; ein zwischen zwei Warenhäuser geklemmter Durchblick. Die Zärtlichkeit sorgsam gestutzter Ligusterhecken, hinter denen sich die Ruinen der verlassenen Fensterfabrik Fenestra verbergen.<br />
All die Geheimnisse von Derendorf&#8230;<br />
Manchmal, kurz vor dem Schlaf, fallen mir stille Orte ein, die verschwunden sind, bevor wir uns in späteren Jahren begegneten &#8211; Orte, wo ich wahrhaftig gelebt und gebebt habe, von denen nichts blieb, keine Ruine, kein Überrest, nur Erinnerung.<br />
Das sind die Orte der fast noch kindlichen Grenzüberschreitungen: über die Zäune der Nachbarn klettern, die Erziehung des „scharfen Bernhardiner-Hundes“ zunichte machen, sich leise wie ein Dieb in dunkle, sommerliche Hinterhöfe fallen lassen mit der ersten Liebsten um die Tastspiele zu geniessen.<br />
Mag sein, dass wir zur selben Stunde in dieselbe Nacht geschlüpft sind. Die Zeit ist ja immer dieselbe … </p>
<p>Jeder Ort, modern oder vor Generationen erbaut, sei er bevölkert oder bereits verlassen, ist von Eros durchdrungen.<br />
In unserer gebauten Welt begegnen sich geologisches und menschliches Gedächtnis, wie Schicksal und freier Wille. </p>
<p>Jedes Gebäude ist eine Schnittstelle, wo eigene Erfahrung auf fremde trifft, wo die Vergangenheit in der Gegenwart lebt. Die sich verwebenden Gesangslinien in der Derendorfer Synagoge; der verschwundene Lebensmittel-Laden mit der immer aus Liebeskummer verheulten Verkäuferin, die zur Mietwohnung umgebaute Gastwirtschaft, in die man als Jugendlicher nicht durfte, die katholische Kirche, durch deren unterirdische Lüftungsschächte man zum Entsetzen der Erwachsenen gekrabbelt ist … </p>
<p>Die Stadt ist ein stetes Aufschimmern von im Gegenwärtigen verborgenen Orten, die wir nie sehen werden; und von verschwundenen Orten (oder Möglichkeiten), deren geisterhafte Abwesenheit im von neuen Gebäuden besetzten Raum oder in der Leere über einem Parkplatz fortlebt. </p>
<p>Dieser Eros fliesst in den Strassen Düsseldorfs, dieser Stadt, die errichtet wurde, wo einst nichts Besonderes war; der Eros eines Orts, der nie besessen, aber durch und durch bewohnt und belebt werden kann. </p>
<p>Jedes Jahr hat Düsseldorf Events, Hunderttausende kommen zum Fest der Schadowstraße, zum Altstadtherbst, zum Bücherbummel auf der Kö; tagelang haben wir Gelegenheit, einmal genau zu sehen, wer wir sind; alles zu sehen, was uns Düsseldorf außer den Fassaden über seinen Nutzen und seine Verwendung zu erzählen hat. </p>
<p>Und wenn alles wieder ruhig geworden ist, wispert der Hofgarten und der Nordpark und die Altstadt uns etwas über diejenigen, die es entwarfen und bauten, über das nahebei oder in der Ferne gewonnene Material, aus dem es geschaffen ist, und über das Gedächtnis des Ortes, an dem es errichtet wurde. </p>
<p>Wie ein Mensch reflektiert die Stadt ihre Zeit, ihren Kontext. </p>
<p>Wie schön ist etwa die Nachbarschaft der alten und neuen Stadtteile von Düsseldorf; wie könnte der Geist zweier unterschiedlicher, doch voneinander unlösbarer Epochen klarer hervortreten als hier, wo im Stadtteil Derendorf jede sich durch die Gegenwart (Einkaufzone Nordstraße) und Nähe der anderen (Kreuzkirche&#8230; Klever Platz) steigert und zu sich kommt. </p>
<p>Ich sehne mich nach dem bergischen Düsseldorf, das ich nie kannte, und nach dem lebendigen Düsseldorf meiner Halbstarken-Zeit, das ich in den 1950er-1960er Jahren kannte. </p>
<p>Ich vermisse bei der Autofahrt die Kastanienbäume der alten Johannstraße. Ich grolle *gg* dem Straßenverkehr, der die Theodor-Heuss-Brücke nötig machte und die idyllischen Indianerspiel-Paradiese und die verschwiegenen Schmuse-Ecken *ggg* am Nordfriedhof verschlang. </p>
<p>Wo sind das Roxy-Kino, der Münster-Palast und das Nordlicht-Kino mit der intimen Loge wohl jetzt? *gg* </p>
<p>Vielleicht sind solche Verluste unbedeutend.<br />
Aber die Lehre, die ein Gebäude erteilen, die Leere, die es hinterlassen kann, sind es nicht. </p>
<p>Welche Fabrik glaubt daran,<br />
dass sie einmal in Schlafzimmer aufgeteilt wird,<br />
welche Bank, dass man in ihr eines Tages Pizza oder Kuchen bäckt? </p>
<p>Welches Lagerhaus hofft, dass jemand sich die Mühe nehmen wird, seine Ruinen mit der Zärtlichkeit eines Gartenparks zu umgeben? </p>
<p>In jedem Gebäude ruhen solche Möglichkeiten. </p>
<p>Vielleicht rührt daher unser Kummer, wenn wir ein Haus oder eine Kirche verlassen, unbeachtet oder dem Zerfall anheim gegeben sehen; fast wie wenn ein Mensch verraten worden wäre.<br />
Ein Haus scheint noch zu glauben, wenn längst keine Hoffnung mehr ist. </p>
<p>Stell Dich an einem regnerischen Morgen vor das Ratinger Tor, blicke die Heinrich-Heine-Allee herunter auf das Wilhelm-Marx-Haus, atme das Genie der Architekten und Stadtplaner.<br />
Besonders nach einem Regenguß wird Dir der Duft des Hofgartens vom Schöpfergeist erzählen. Trinke einen Schluck im wahrhaft höchsten Restaurant auf dem Rheinturm und schau von oben auf den Ort, der früher ein Marktflecken war&#8230; </p>
<p>Dann, an jenem einen Wochenende im Mai, wenn Düsseldorf seine Türen öffnet, gehe zu diesen Orten zurück, und wirf einen Blick hinein&#8230; </p>
<p>Es ist wie das Leben:<br />
Die wichtigsten Türen öffnen sich nur selten. </p>
<p>Wenn eine Stadt oder das Leben Dir Türen auftut, zögere nicht auf der Schwelle. </p>
<p>Geh hinein! </p>
<p>Kommentare aus OPINIO:</p>
<p>RE: Düsseldorf &#8211; Derendorf&#8230;<br />
ich Danke Dir lieber Bernd, </p>
<p>ein wunderbarer Text voller Wehmut. Ich denke, nur ein Düsseldorfer kann es hinter dem geistigen Auge sehen, nachempfinden. Auch ich kenne jeden Teil Düsseldorfs und hab icn vielen Ecke ngewohnt, zuerst nach dem Krieg, als ich ja geborernwurde in Unterrath direkt an der von Dir beschriebenen Fenestra, Die Hohen Kamine mit dne roten Leuchten waren ein Bergriff für mich als kind. Es gab noch SChrebergärten, welche ja nur überwachsener Schutt vom Kreige waren in denen winzige Gartnehäuser zu Wohnhäusern wurden. Ich sehe noch die laten Pumpen und die jauchegruben, in die ich einst gefalle nwar und bald ertrunken, ich sehe noch, wiwe mein Bruder eien Kandgranate aufhob und wegwarf, wir Kinder wussten was das war, aber die Gefahr war usn nicht bewusst, dass es hätte detonieren können, wir erzähltne es den Eltern erst als wir groß waren. Cih sehe noch Kornfelder, vor denen wir Angst hatten, denn man sagte uns, dass darin die roggenmume wohne und so gingen wir nicht hinein. Auch wir spielten in den Trümmern, und es war herrlich, was man dort alles an Scherben fand. Diese Gegend gibt es nicht mehr nichts ist mehr so, wie es war, nur der kleine Kittelbach läuft noch durch die Häuserschluchten, in der Junge einst gefallen war. </p>
<p>Ja ich bin ein wenig jünger, aber vieles von dem ist mir noch schemenhaft hängen geblieben. Andere Wohnhäuser, in denen ich lebte mit meinen Eltern und Geschwistern stehen alle noch, so wie damalas, und oft habe ich den Wunsch da hinein zu gehen und die Leute zu fragen, wer sie sind, die jetzt darin wohnen&#8230; </p>
<p>ich danke Dir sehr<br />
liebe Grüße zum Abend<br />
von Symphonie </p>
<p>MikeyM &#124; 17.05.05 &#124;  14:06  Uhr<br />
RE: Düsseldorf &#8211; Altstadt&#8230;<br />
Leider, leider&#8230;. </p>
<p>Wer erinnert sich noch an den Kahlschlag der Heinrich-Heine-Alle im Zuge des U-Bahn-Baus? </p>
<p>Mehr als 100 altgewachsene Bäume, in 4 Reihen zwischen Brücke und Kaufhof aufgestellt, wichen innerhalb von Stunden den Motorsägen. </p>
<p>Der Stadt zweitschönste, detailverliebte Allee und pfiffig pulsierende Verkehrsader versank im Morast der Untergrundbuddelei. </p>
<p>Die neue Allee wirkt auch Jahrzehnte danach fad, klobig, unansehnlich. Welch städtebauliche Fehlleistung!<br />
tastifix &#124; 16.05.05 &#124;  19:22  Uhr<br />
RE: Düsseldorf &#8211; Derendorf&#8230;<br />
Hallo Astromant! </p>
<p>Ein mit wunderschönen Bildern geschmückter Text, der mich nachdenken lässt. Ich lebe hier in Düsseldorf, stamme aber aus Bochum und habe sehr oft Heimweh. Mir geht es so wie Dir! </p>
<p>Gruss<br />
Gaby-tastifix </p>
<p>&#8220;Alles, was keine Emotionen auslöst, ist für unser Gehirn wertlos.&#8221;<br />
Dr. Hans-Georg Häusel, ein deutscher Marketing-Hirnforscher und Buchautor.<br />
Geboren 12.11.1951 in Hechingen (Baden-Württemberg), Deutschland </p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Derendorf … ein Stadtteil von Düsseldorf und ein Stück Teenager-Zeit </p>
<p><a href="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/astromant-3.jpg"><img src="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/astromant-3-150x150.jpg" alt="" title="astromant 3" width="150" height="150" class="aligncenter size-thumbnail wp-image-326" /></a></p>
<p>Wenn Du willst, nehme ich Dich mit zu einem Spaziergang durch meine Kindheit und Halbstarkenzeit in Derendorf, und wir gehen ein Stück ins Jetzt&#8230;<br />
Ja, die Helden und die Orte der Kindheit&#8230; Das wird eine vielschichtige Galerie! Was hätte ich Dir alles zu sagen bei dem Versuch dir das zu erklären&#8230; </p>
<p><span id="more-325"></span></p>
<p>Irgendwann vor einiger Zeit waren sie auf einmal da, die Gedanken an die Kindheit in Derendorf. Bilder mit lieben Erinnerungen tauchten auf&#8230;<br />
und ich dachte mir, wie erkläre ich dir das und warum erkläre ich dir das …<br />
Lang vorher und lange danach stellte ich mir vor, die Stadt zu entkleiden, wie man eine Geliebte entkleidet: jedes Mal auf andere Art&#8230; In ihren Poren lagert das Begehren eines ganzen Lebens, ist in schmale Durchgänge und Cafés geschlüpft; wie Gebete, die sich in den Mauerritzen eines Kultbaues verkrochen haben.<br />
Ich stellte mir vor, wie ich dir geheime Orte anbiete, entdeckt in Jahren einsamen, ziellosen Schlenderns; die zwei Fingerbreit Masswerk, die nur das Winterlicht enthüllt, das leer stehende Amtsgebäude, das über dem Kliff zerbröckelt.<br />
Die riesige Marmorhöhle einer nächtlich erleuchteten Empfangshalle wirft matten Widerschein von Aberhunderten kristalliner Kalksteinplatten auf die Strasse.<br />
Die massiven, zwei Stockwerk hohen Holztüren: ihre eisernen Angeln sind so gross wie ein Kind.<br />
Die diskret zwischen die Wohnhäuser geschmuggelten Generatorhäuschen mit ihren penibel gepflegten Rasenflächen und adretten Jalousieläden, hinter denen Megawattstärken reiner Energie für das Großmarktgelände pulsieren. Das Fabrikgebäude, zu solid gebaut, um kostengünstig abgerissen zu werden, das einsam mitten auf einem Parkplatz steht und wie ein zehn Stockwerk hohes Götzenbild übers Meer schaut.<br />
Die Bücher aus Stein. Die heimlichen Orte, wo man in der Abenddämmerung den Güterzügen am Derendorfer Bahnhof nachsehen oder den aufsteigenden Mond beobachten kann. Die perfekte Handbreit Stadt &#8211; ein zwischen zwei Warenhäuser geklemmter Durchblick. Die Zärtlichkeit sorgsam gestutzter Ligusterhecken, hinter denen sich die Ruinen der verlassenen Fensterfabrik Fenestra verbergen.<br />
All die Geheimnisse von Derendorf&#8230;<br />
Manchmal, kurz vor dem Schlaf, fallen mir stille Orte ein, die verschwunden sind, bevor wir uns in späteren Jahren begegneten &#8211; Orte, wo ich wahrhaftig gelebt und gebebt habe, von denen nichts blieb, keine Ruine, kein Überrest, nur Erinnerung.<br />
Das sind die Orte der fast noch kindlichen Grenzüberschreitungen: über die Zäune der Nachbarn klettern, die Erziehung des „scharfen Bernhardiner-Hundes“ zunichte machen, sich leise wie ein Dieb in dunkle, sommerliche Hinterhöfe fallen lassen mit der ersten Liebsten um die Tastspiele zu geniessen.<br />
Mag sein, dass wir zur selben Stunde in dieselbe Nacht geschlüpft sind. Die Zeit ist ja immer dieselbe … </p>
<p>Jeder Ort, modern oder vor Generationen erbaut, sei er bevölkert oder bereits verlassen, ist von Eros durchdrungen.<br />
In unserer gebauten Welt begegnen sich geologisches und menschliches Gedächtnis, wie Schicksal und freier Wille. </p>
<p>Jedes Gebäude ist eine Schnittstelle, wo eigene Erfahrung auf fremde trifft, wo die Vergangenheit in der Gegenwart lebt. Die sich verwebenden Gesangslinien in der Derendorfer Synagoge; der verschwundene Lebensmittel-Laden mit der immer aus Liebeskummer verheulten Verkäuferin, die zur Mietwohnung umgebaute Gastwirtschaft, in die man als Jugendlicher nicht durfte, die katholische Kirche, durch deren unterirdische Lüftungsschächte man zum Entsetzen der Erwachsenen gekrabbelt ist … </p>
<p>Die Stadt ist ein stetes Aufschimmern von im Gegenwärtigen verborgenen Orten, die wir nie sehen werden; und von verschwundenen Orten (oder Möglichkeiten), deren geisterhafte Abwesenheit im von neuen Gebäuden besetzten Raum oder in der Leere über einem Parkplatz fortlebt. </p>
<p>Dieser Eros fliesst in den Strassen Düsseldorfs, dieser Stadt, die errichtet wurde, wo einst nichts Besonderes war; der Eros eines Orts, der nie besessen, aber durch und durch bewohnt und belebt werden kann. </p>
<p>Jedes Jahr hat Düsseldorf Events, Hunderttausende kommen zum Fest der Schadowstraße, zum Altstadtherbst, zum Bücherbummel auf der Kö; tagelang haben wir Gelegenheit, einmal genau zu sehen, wer wir sind; alles zu sehen, was uns Düsseldorf außer den Fassaden über seinen Nutzen und seine Verwendung zu erzählen hat. </p>
<p>Und wenn alles wieder ruhig geworden ist, wispert der Hofgarten und der Nordpark und die Altstadt uns etwas über diejenigen, die es entwarfen und bauten, über das nahebei oder in der Ferne gewonnene Material, aus dem es geschaffen ist, und über das Gedächtnis des Ortes, an dem es errichtet wurde. </p>
<p>Wie ein Mensch reflektiert die Stadt ihre Zeit, ihren Kontext. </p>
<p>Wie schön ist etwa die Nachbarschaft der alten und neuen Stadtteile von Düsseldorf; wie könnte der Geist zweier unterschiedlicher, doch voneinander unlösbarer Epochen klarer hervortreten als hier, wo im Stadtteil Derendorf jede sich durch die Gegenwart (Einkaufzone Nordstraße) und Nähe der anderen (Kreuzkirche&#8230; Klever Platz) steigert und zu sich kommt. </p>
<p>Ich sehne mich nach dem bergischen Düsseldorf, das ich nie kannte, und nach dem lebendigen Düsseldorf meiner Halbstarken-Zeit, das ich in den 1950er-1960er Jahren kannte. </p>
<p>Ich vermisse bei der Autofahrt die Kastanienbäume der alten Johannstraße. Ich grolle *gg* dem Straßenverkehr, der die Theodor-Heuss-Brücke nötig machte und die idyllischen Indianerspiel-Paradiese und die verschwiegenen Schmuse-Ecken *ggg* am Nordfriedhof verschlang. </p>
<p>Wo sind das Roxy-Kino, der Münster-Palast und das Nordlicht-Kino mit der intimen Loge wohl jetzt? *gg* </p>
<p>Vielleicht sind solche Verluste unbedeutend.<br />
Aber die Lehre, die ein Gebäude erteilen, die Leere, die es hinterlassen kann, sind es nicht. </p>
<p>Welche Fabrik glaubt daran,<br />
dass sie einmal in Schlafzimmer aufgeteilt wird,<br />
welche Bank, dass man in ihr eines Tages Pizza oder Kuchen bäckt? </p>
<p>Welches Lagerhaus hofft, dass jemand sich die Mühe nehmen wird, seine Ruinen mit der Zärtlichkeit eines Gartenparks zu umgeben? </p>
<p>In jedem Gebäude ruhen solche Möglichkeiten. </p>
<p>Vielleicht rührt daher unser Kummer, wenn wir ein Haus oder eine Kirche verlassen, unbeachtet oder dem Zerfall anheim gegeben sehen; fast wie wenn ein Mensch verraten worden wäre.<br />
Ein Haus scheint noch zu glauben, wenn längst keine Hoffnung mehr ist. </p>
<p>Stell Dich an einem regnerischen Morgen vor das Ratinger Tor, blicke die Heinrich-Heine-Allee herunter auf das Wilhelm-Marx-Haus, atme das Genie der Architekten und Stadtplaner.<br />
Besonders nach einem Regenguß wird Dir der Duft des Hofgartens vom Schöpfergeist erzählen. Trinke einen Schluck im wahrhaft höchsten Restaurant auf dem Rheinturm und schau von oben auf den Ort, der früher ein Marktflecken war&#8230; </p>
<p>Dann, an jenem einen Wochenende im Mai, wenn Düsseldorf seine Türen öffnet, gehe zu diesen Orten zurück, und wirf einen Blick hinein&#8230; </p>
<p>Es ist wie das Leben:<br />
Die wichtigsten Türen öffnen sich nur selten. </p>
<p>Wenn eine Stadt oder das Leben Dir Türen auftut, zögere nicht auf der Schwelle. </p>
<p>Geh hinein! </p>
<p>Kommentare aus OPINIO:</p>
<p>RE: Düsseldorf &#8211; Derendorf&#8230;<br />
ich Danke Dir lieber Bernd, </p>
<p>ein wunderbarer Text voller Wehmut. Ich denke, nur ein Düsseldorfer kann es hinter dem geistigen Auge sehen, nachempfinden. Auch ich kenne jeden Teil Düsseldorfs und hab icn vielen Ecke ngewohnt, zuerst nach dem Krieg, als ich ja geborernwurde in Unterrath direkt an der von Dir beschriebenen Fenestra, Die Hohen Kamine mit dne roten Leuchten waren ein Bergriff für mich als kind. Es gab noch SChrebergärten, welche ja nur überwachsener Schutt vom Kreige waren in denen winzige Gartnehäuser zu Wohnhäusern wurden. Ich sehe noch die laten Pumpen und die jauchegruben, in die ich einst gefalle nwar und bald ertrunken, ich sehe noch, wiwe mein Bruder eien Kandgranate aufhob und wegwarf, wir Kinder wussten was das war, aber die Gefahr war usn nicht bewusst, dass es hätte detonieren können, wir erzähltne es den Eltern erst als wir groß waren. Cih sehe noch Kornfelder, vor denen wir Angst hatten, denn man sagte uns, dass darin die roggenmume wohne und so gingen wir nicht hinein. Auch wir spielten in den Trümmern, und es war herrlich, was man dort alles an Scherben fand. Diese Gegend gibt es nicht mehr nichts ist mehr so, wie es war, nur der kleine Kittelbach läuft noch durch die Häuserschluchten, in der Junge einst gefallen war. </p>
<p>Ja ich bin ein wenig jünger, aber vieles von dem ist mir noch schemenhaft hängen geblieben. Andere Wohnhäuser, in denen ich lebte mit meinen Eltern und Geschwistern stehen alle noch, so wie damalas, und oft habe ich den Wunsch da hinein zu gehen und die Leute zu fragen, wer sie sind, die jetzt darin wohnen&#8230; </p>
<p>ich danke Dir sehr<br />
liebe Grüße zum Abend<br />
von Symphonie </p>
<p>MikeyM | 17.05.05 |  14:06  Uhr<br />
RE: Düsseldorf &#8211; Altstadt&#8230;<br />
Leider, leider&#8230;. </p>
<p>Wer erinnert sich noch an den Kahlschlag der Heinrich-Heine-Alle im Zuge des U-Bahn-Baus? </p>
<p>Mehr als 100 altgewachsene Bäume, in 4 Reihen zwischen Brücke und Kaufhof aufgestellt, wichen innerhalb von Stunden den Motorsägen. </p>
<p>Der Stadt zweitschönste, detailverliebte Allee und pfiffig pulsierende Verkehrsader versank im Morast der Untergrundbuddelei. </p>
<p>Die neue Allee wirkt auch Jahrzehnte danach fad, klobig, unansehnlich. Welch städtebauliche Fehlleistung!<br />
tastifix | 16.05.05 |  19:22  Uhr<br />
RE: Düsseldorf &#8211; Derendorf&#8230;<br />
Hallo Astromant! </p>
<p>Ein mit wunderschönen Bildern geschmückter Text, der mich nachdenken lässt. Ich lebe hier in Düsseldorf, stamme aber aus Bochum und habe sehr oft Heimweh. Mir geht es so wie Dir! </p>
<p>Gruss<br />
Gaby-tastifix </p>
<p>&#8220;Alles, was keine Emotionen auslöst, ist für unser Gehirn wertlos.&#8221;<br />
Dr. Hans-Georg Häusel, ein deutscher Marketing-Hirnforscher und Buchautor.<br />
Geboren 12.11.1951 in Hechingen (Baden-Württemberg), Deutschland </p>
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		<title>Moin moin!* 11.11.2011 Sommer-Erinnerungen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 11:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Saisonales]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonmmer-Erinnerungen ... Wort, Musik, Bild...]]></description>
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<td><a href="http://smilebox.com/play/4d6a63324f5451324e6a6b3d0d0a&#038;blogview=true&#038;campaign=blog_playback_link" target="_blank"><img width="420" height="330" alt="Click to play this Smilebox slideshow" src="http://smilebox.com/snap/4d6a63324f5451324e6a6b3d0d0a.jpg" style="border: medium none ;"/></a></td>
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<td align="center">A free picture slideshow by Smilebox</td>
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		<title>MOIN MOIN!* &#8211; Luciano hätte heute Geburtstag&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 06:57:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Moin moin!*</p>
<p><em>Das heutige Zitat kommt von einem Mann, dessen Sangeskunst viele genossen haben, auch die, die eher die POP-Musik lieben. Offensichtlich, es war an seiner Figur zu sehen, liebte er die gute Küche. </p>
<p><a href="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/k-bild13_gross4.jpg"><img src="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/k-bild13_gross4-150x150.jpg" alt="" title="k-bild13_gross(4)" width="150" height="150" class="aligncenter size-thumbnail wp-image-318" /></a><br />
</em></p>
<p><span id="more-316"></span></p>
<p>Zitat:</p>
<p><strong>&#8220;Kochen ist eine Kunst und keineswegs die unbedeutendste.&#8221; </strong></p>
<p>Zitat Ende.</p>
<p>Luciano Pavarotti war ein italienischer Sänger (Tenor). Er hatte zahlreiche Gastspiele an großen Opernhäusern, unter anderem in Zürich, London, Mailand, Verona und New York.<br />
Geboren 12.10.1935 in Modena (Emilia-Romagna), Italien, gestorben 6.9.2007 in Modena (Emilia-Romagna), Italien.</p>
<p>Ach ja, ich könnte auf die Idee kommen, die Geschichte der Kochkunst zu recherchieren. Ich habe mal gelesen, dass diese Kunst in Florenz entstanden ist.<br />
Köche wurden unter Fürsten hoch gehandelt. </p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Moin moin!*</p>
<p><em>Das heutige Zitat kommt von einem Mann, dessen Sangeskunst viele genossen haben, auch die, die eher die POP-Musik lieben. Offensichtlich, es war an seiner Figur zu sehen, liebte er die gute Küche. </p>
<p><a href="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/k-bild13_gross4.jpg"><img src="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/k-bild13_gross4-150x150.jpg" alt="" title="k-bild13_gross(4)" width="150" height="150" class="aligncenter size-thumbnail wp-image-318" /></a><br />
</em></p>
<p><span id="more-316"></span></p>
<p>Zitat:</p>
<p><strong>&#8220;Kochen ist eine Kunst und keineswegs die unbedeutendste.&#8221; </strong></p>
<p>Zitat Ende.</p>
<p>Luciano Pavarotti war ein italienischer Sänger (Tenor). Er hatte zahlreiche Gastspiele an großen Opernhäusern, unter anderem in Zürich, London, Mailand, Verona und New York.<br />
Geboren 12.10.1935 in Modena (Emilia-Romagna), Italien, gestorben 6.9.2007 in Modena (Emilia-Romagna), Italien.</p>
<p>Ach ja, ich könnte auf die Idee kommen, die Geschichte der Kochkunst zu recherchieren. Ich habe mal gelesen, dass diese Kunst in Florenz entstanden ist.<br />
Köche wurden unter Fürsten hoch gehandelt. </p>
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		<title>MOIN MOIN!* 20.9.2011 &#8211; ZITAT HEDWIG DOHM</title>
		<link>http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=309</link>
		<comments>http://www.berndschiele.de/wordpress/?p=309#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 17:19:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zitat]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/astromant-5.jpg"><img src="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/astromant-5-150x150.jpg" alt="" title="astromant 5" width="150" height="150" class="aligncenter size-thumbnail wp-image-310" /></a></p>
<p><strong>Moin moin!*</strong></p>
<p><em>Das Leben hat nichts Statisches. Frau Dohm muss es gewusst haben, Zitat:<br />
</em></p>
<p>&#8220;Glaube nicht, es muss so sein, weil es so ist und immer so war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten.&#8221;<br />
Hedwig Dohm, geboren als Marianne Adelaide Hedwig Schlesinger, war eine deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin.<br />
Geboren 20.9.1831 in Berlin, Deutschland, gestorben 1.1.1919 in Berlin, Deutschland.</p>
<p>*ein alter Segenswunsch… regelmäßige Leser wissen das… </p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/astromant-5.jpg"><img src="http://www.berndschiele.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/astromant-5-150x150.jpg" alt="" title="astromant 5" width="150" height="150" class="aligncenter size-thumbnail wp-image-310" /></a></p>
<p><strong>Moin moin!*</strong></p>
<p><em>Das Leben hat nichts Statisches. Frau Dohm muss es gewusst haben, Zitat:<br />
</em></p>
<p>&#8220;Glaube nicht, es muss so sein, weil es so ist und immer so war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten.&#8221;<br />
Hedwig Dohm, geboren als Marianne Adelaide Hedwig Schlesinger, war eine deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin.<br />
Geboren 20.9.1831 in Berlin, Deutschland, gestorben 1.1.1919 in Berlin, Deutschland.</p>
<p>*ein alter Segenswunsch… regelmäßige Leser wissen das… </p>
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