LEBENSRISIKO

Lebensrisiko

Ein Risikoforscher sagte vor ein paar Tagen im Deutschlandfunk, unsere Erde sei heute ,,sicherer“ als in früheren Zeiten.

Ich lasse das mal dahin gestellt sein, weil ich nicht weiß, in welchem Zusammenhang der Mann das gesagt hat.

In unserer nördlichen Hemisphäre mag das persönliche Dasein noch relativ frei zu gestalten sein.

Je weiter wir nach Osten schauen oder, wie aktuell zu beobachten ist, in den Süden nach Vorderafrika, desto unsicherer erscheint derzeit das Leben.

Hinzu kommen die gehäuften Naturkatastrophen und die technisch-wissenschaftlichen Unfülle, die wir Menschen selbst auslösen.

In Nullkommanix werden lnseln und Kontinente ins Chaos gestürzt. Die Informationsflut und unser (noch) recht bequemes Leben hier lässt uns vieles rasch vergessen.

Wer weiß noch, was am Eyjafiallajökull los war?

Wer kennt „El Nino“ noch, der Nordamerika und Europa den schlimmsten Winter seit langem brachte und in Australien weite Teile überflutete?

Wer erinnert sich daran, was in Haiti passierte?

Hinzu kommt noch all das, was wir selbst unserer Erde und der Menschheit insgesamt antun: Krankheiten beispielsweise, die es früher selten oder gar nicht gab; Tiefschläge wie die Ölpest im Golf von Mexiko und anderswo in Weltmeeren; Atomkraftwerk-Unfälle, die ganze Regionen für Generationen verseuchen wie in
Tschernobyl vor fast exakt 25 Jahren und jetzt aktuell in Fukushima.

Trotzdem wollen uns Fortschrittsgläubige weismachen, man könne alles mit rein menschlichen Methoden in den Griff bekommen. Sie wollen uns weismachen, so etwas wie in Japan könne bei uns nicht passieren.

Es mag so sein oder auch nicht. Wer will das beschwören?

Dass die Achse unseres Planeten im Sonnensystem durch das japanische Erdbeben angeblich um zehn Zentimeter verschoben wurde, könnte jedoch für das Weltklima unabsehbare Folgen nach sich ziehen – warum nicht auch bei uns? Wenn ich an die unbedarften Gutmensch-Kommentare denke, die an meinen OPINIO-Aufsatz gehängt wurden…

Inzwischen zeigt sich: Wir haben uns mit unserer Erde zu leicht gemacht.

Nicht nur die atheistischen Prediger, die den Christen den „Gotteswahn“ attestieren, sondern im Grunde wir alle haben die Demut verlernt – die Demut vor der Natur, die letztlich für uns als Christen ein anderer Name für die Schöpfung ist und auf den verweist, der sie in der Hand hält: Auf Gott.

Sehr extrem zeigt sich die Überheblichkeit darin, wie unsere Helden der Medizin und Biologie alles daran setzen, den Menschen selbst zu schaffen, und wie die Verfechter des Machbaren in Politik und Wirtschaft. dazu applaudieren.

Das Risiko steigt, wenn wir nicht endlich unsere menschliche Begrenztheit neu erkennen, wie es uns frühere Generationen vorgemacht haben.

Auf das Ergebnis dieser ethischen Risikoforschung darf man gespannt sein.

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