11. September 2001

TAGESSCHAU 2001

Der Mensch, sobald er Kohle hat,
lebt unwirsch, hektisch, ziemlich platt.

Er lässt sich schnell und rasch verwildern
und lebt in Traum- und Fernsehbildern.

Das, was er lebt, hält er für Glück.
Er pfeift auf Kult und Politik.

Der Traum wird ihm wohl nun vermasselt,
weil einer mit dem Säbel rasselt.

Es sieht der Dümmste heute ein:
Wenn´s rummelt, ist die Welt sehr klein.

…..

In New York stand ein Handelshaus,
mit dem ist es vorläufig aus.

Von dort ging manches in die Welt
An Order-Kraft, hauptsächlich Geld.

Die Amis steuerten auf ganz private
Weise ihre Währungs-Derivate.

Die dritte Welt geriet ins Betteln
Durch diese Flut von Orderzetteln.

Ins Wanken kam manch große Nation
Durch Dollar- und Heizöl-Manipulation.

Es wankt der größte Handelsturm,
trifft ihn ein kleiner Virenwurm …

Doch nun geschah weit größ´res Grauen.
Man muss wohl  neue Türme bauen.

Im Fernsehen haben wir´s gehört:
Zwei Türme durch Flugzeug-Einschlag zerstört.

Wer weiss wohl, wer dahinter stand?
Ein Brauner  war´s, aus fernem Land.

Dem war der Zivilist egal
Bei „Allah´s“ Feuersturm-Fanal.

Bin Laden nutzte diesen Ort
für seinen tausendfachen Mord
und schlug das Zentrum ganz kaputt.
Dort sieht man Krater jetzt und Schutt

Und weltweit sieht ein jedes Kind
Nun Bilder, die unfassbar sind.

Wo einst ein Wirtschaftszentrum stand
Ist heute Schutt- und Kraterland.

Auf diese Weise wird sehr leicht
Nur Hass und großes Leid erreicht.

Es geht jetzt nicht mehr um die Sache.
Man spricht von Feldzug und von Rache.

Die Zeche zahlt der kleine Mann
Der eigentlich dafür nichts kann.

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